Das ist der einzige Musikverein, der geografisch dem Wasseramt, blasmusikalisch jedoch dem Bucheggberg, zugeordnet wird. Der bucheggbergische Musiktag sollte primär der Vorbereitung auf die beiden bevorstehenden kantonalen Musikfeste dienen.

Die MG Lohn-Ammansegg fand einen Weg, um trotzdem einen gediegenen Musiktag auf die Beine zu stellen. Er ist bei den Teilnehmern wie dem Publikum sehr gut angekommen. Die vielen strahlenden Gesichter entlang der Marschstrecke bei der Parademusik waren ein sichtbares Zeichen dafür.

MC Büetigen als Gast

Ausgezeichnet funktionierte schon der Gesamtmarsch mit «Messen 76». Den schrieb Walter Joseph 1976 zum 25-Jahr-Jubiläum der Musikgesellschaft Messen. In umgekehrter Marschrichtung defilierten die Vereine anschliessend einzeln vor den Experten. Sie hatten dabei die Möglichkeit einen der beiden für das Kantonale gemeldeten Märsche beurteilen zu lassen.

Bewertet wurden natürlich alle Formationen, auch der Gastverein, die MG Büetigen. Weil im Kanton Bern, in Jahren mit kantonalem oder eidgenössischem Musikfest, keine Musiktage stattfinden, suchte und fand dieser beim MBU Gastrecht. Fünf der acht Verbandsvereine bestreiten ein kantonales Musikfest. Die beiden gemeinsam spielenden Gesellschaften Arch und Leuzigen, sowie Oberwil und Wengi beteiligen sich am Berner Kantonalmusikfest in Aarwangen. Die MG Lüterswil besucht das Solothurner Kantonalmusikfest in Kriegstetten.

Ihnen stand das nachmittägliche Expertisenkonzert zur Verfügung, um ihre beiden Wettstücke beurteilen zu lassen. Als Experten amteten Thomas Rüedi und Matthias Siegenthaler. In beiden Kantonen wurde den Drittklassevereinen mit Harmoniebesetzung zehn Wochen vor dem Fest die Neukomposition von Carl Wittrock «Aarwangen» als Aufgabestück zugestellt. Unterschiedliche Besetzungen und nicht zuletzt verschiedene Persönlichkeiten am Dirigentenpult erlaubten interessante Vergleiche. Die raffiniert instrumentierte Stelle, wo sich Solosaxofon und Soloflöte mehrfach abwechseln, ist nur ein Beispiel dafür.

Einzige Brass Band im Verein

Die MG Wengi unter Bernhard Wüthrich strebte mit Philip Sparkes «A Hunting Celebration» als Selbstwahlstück etwas Kontrast an. Ein solcher wurde mit dem etwas brav gespielten «Ross Roy» der MG Arch-Leuzigen unter Cornelia Begert offensichtlich nicht gesucht. Der MG Lüterswil ist es gelungen Mario Bürkis eindrücklich dargestelltes Inferno in «Pompeji» beachtlich dazustellen. Die Wochen bis zu den kantonalen Musikfesten können die Vereine nun noch für die Feinarbeit nutzen.

Anders als die drei Harmonieformationen hat sich die, unter Hansueli Mollet spielende MG Oberwil, präsentiert. Sie ist noch die einzige Brass Band im Verband. Sie begann mit ihrem Aufgabestück «Pit Stop At Purgatory», das Ludovic Neurohr ebenfalls neu für die dritte Klasse mit Brass Band Besetzung schrieb. Ihr Selbstwahlstück fanden die Oberwiler bei einem der grössten Brass Band-Komponisten, bei Philip Sparke.

Mit seinem Titel «Saint-Saens Variations» verrät dieser auch gleich, woher er diesmal die Inspirationen holte. Der organisierende Verein kann am Musiktag generell nicht konzertant auftreten. Damit verblieben die Vereine Messen und Schnottwil und der Gastverein. Ihnen wurde je ein halbstündiges, bewertetes Unterhaltungskonzert abverlangt. Die MG Messen unter Walter Krebs hatte zudem die Standartenübergabe und die Veteranenehrung zu begleiten. Vorgenommen wurde diese durch den Vizepräsidenten des Solothurner Blasmusikverbandes Christian Röthlisberger.