Lommiswil
Musiktag Solothurn-Lebern: Regen entmutigte die Leberberger nicht

Der Bezirksmusikverband Solothurn-Lebern musste an seinem 90. Musiktag in Lommiswil das Schlechtwetterprogramm wählen. Das unterschied sich zunächst jedoch nicht, beim Apéro und dem Gesamtchor jedoch schon.

Hans Blaser
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Volle Konzentration
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90. Musiktag des Bezirksmusikverbands Solothurn-Lebern
Die Fahnenburg
Nachwuchs-Perkussionist
Sorgt für Tiefen
Veteranen werden gefeiert
Donnern den Rhythmus
Verkehrte Musikwelt
Posaunen zu Trompeten
Luft braucht es
Die MG Flumenthal beim Expertisenkonzert

Volle Konzentration

Hans Blaser

Mit Kaffee und Zopf wurden die Vereine ohnehin in der zur Kaffeestube umfunktionierten Turnhalle empfangen. Erster musikalischer Fixpunkt war wie üblich das Expertisenkonzert. Im Wechsel beurteilten die beiden Experten Heinz Schoenenberger und Walter Krebs die Konzertvorträge der einzelnen Vereine.

Den Anfang machte die MG Langendorf unter Matt Stämpfli. Sie liess nicht ein Wettstück beurteilen, sondern trat mit einem Unterhaltungsprogramm an. Das hatte ihr Dirigent aus Schweizer Hits ausgezeichnet arrangiert. Dass es auch mit weniger Elektronik und etwas weniger Power geht, bewies das gefällige Unterhaltungsprogramm der Stadtmusik Grenchen.

Günsberg und Rüttenen erstaunten

Wirklich erstaunt haben die gemeinsam aufgetretenen Musikgesellschaften Günsberg und Rüttenen. In kurzer Zeit hat die Dirigentin von Rüttenen, Claudia Flury, die beiden zusammengebaut. Mit dieser attraktiven Brass-Formation studierte sie für den Musiktag «Dakota» von Jacob de Haan ein.

Wieder ganz anders, elegant und fast sinfonisch wirkte mit der «Children's Suite» von Georgi Salnikov der Auftritt der Stadtmusik Solothurn unter Dimitri Vasylyev. In den fünf Sätzen traten immer wieder andere Instrumente diskret, aber hörbar aus dem Kollektiv hervor. Die MG Flumenthal unter Bruno Trottmann schilderte musikalisch ein Tal, in dessen Grund die Tuben das rhythmisch wellende Wasser eines Flusses darzustellen schienen. Die feinen Piccolo-Töne schienen wie Seidennetze von Spinnweben über dem Tal zu glitzern.

Der Regen nahm dann doch Einfluss

Nach dem Expertisenkonzert wirkte sich der Regen auf den Ablauf aus. Apéro und Gesamtchor mussten ins Innere verlegt werden. Statt aller Vereine gemeinsam im Freien spielten den Gesamtchor die drei schon vorher bestimmten Vereine auf der Bühne der Dorfhalle. Damit wurde die Zeremonie der Standartenübergabe eingeleitet. Die Bezirksstandarte wird dabei vom letztjährigen Organisator - der Stadtmusik Grenchen - an den durchführenden Verein übergeben. Der Regen hatte zur Folge, dass dadurch die Parademusik auf der Hauptstrasse ausfiel.

Dennoch spielte jeder Verein seinen dafür vorgesehenen Marsch, allerdings stehend auf der Bühne der Dorfhalle. Dadurch wurden zwar die beiden militärischen Experten überflüssig, nicht aber die musikalischen. Gemeinsam beurteilten sie die vorwiegend von Schweizern komponierten Märsche. Das Publikum erfuhr ihre Benotung nicht, bildete sich aber selber ein Urteil. Und das weicht erfahrungsgemäss nicht so sehr von jenem der Experten ab. Mit dem Festakt neigte sich ein trotz Regen gelungener Musiktag zum Ende. Die feierliche Ehrung der Veteranen bildete den würdigen Schlusspunkt. Vorgenommen wurde sie durch den Präsidenten des Solothurner Blasmusikverbandes, Ueli Nussbaumer.