Mümliswil-Ramiswil
Mümliswil und Ramiswil: Das Guldental soll zu einer Marke werden

Seit langem diskutiert man in der Verwaltung die Schaffung eines neuen Gemeindeauftritts. Nun ist es so weit: Ab dem neuen Jahr tritt die Einwohnergemeinde mit neuem und einheitlichem Logo auf.

Josef Tschan-Studer
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Symbolträchtig: Grünes M für sanfte Hügel, blaues R für die vielen Bäche, gelber Bogen fürs Guldental. zvg

Symbolträchtig: Grünes M für sanfte Hügel, blaues R für die vielen Bäche, gelber Bogen fürs Guldental. zvg

Es war am 10. März 1929, als die Gemeindeversammlung Mümliswil-Ramiswil auf Geheiss der Regierung das offizielle Gemeindewappen mit dem markanten Bischofsstab und den drei Falkensteiner-Farben Schwarz, Weiss und Rot genehmigte. Seither wurde das Wappen von der Verwaltung für alle Drucksachen verwendet. Der mediale Auftritt der Einwohnergemeinde Mümliswil-Ramiswil war aber teils uneinheitlich. Das Wappen wurde in allen möglichen Formen und Ausführungen verwendet.

Die Sache kam nicht vom Fleck

Die Schaffung eines neuen Gemeindeauftritts wurde in der Verwaltung seit langer Zeit diskutiert. Vor drei Jahren nahm man einen ersten Anlauf und liess Vorschläge erarbeiten. Obwohl daraufhin ein Entscheid gefallen war, kam man in der Sache nicht mehr richtig vom Fleck. Neuen Wind kam erst auf mit der Idee von Vizegemeindepräsidentin Rita Füeg, eine Dorf-Infoschrift herauszugeben, die regelmässig über das Jahr verteilt erscheinen soll.

Ein Kredit wurde ins Budget aufgenommen und gleichzeitig die Arbeitsgruppe «INFO» gegründet, die sich im Februar 2011 zu ihrer ersten Sitzung traf. Schnell wurde klar, dass es mit der neuen Informationsschrift nicht getan ist. «Wir wollten die Gelegenheit nutzen, um einen einheitlichen Auftritt, ein corporate design für die Gemeinde zu schaffen», berichtet Gemeindepräsident Kurt Bloch. Und so sollen in Zukunft alle Drucksachen wie Briefe, Couverts usw. sowie der Internetauftritt einheitlich erscheinen.

Pfiffig und zukunftsweisend

Die Arbeitsgruppe legte die Anforderungen für das neue Logo fest: hoher Wiedererkennungsgrad, Bezug zur Gemeinde, einfach, dynamisch, frisch, hoher Zeitwert usw. Als Grafiker wurde Rolf Bruckert aus Olten bestimmt, der schon für die ersten Vorschläge verantwortlich zeichnete. Er ist spezialisiert für Medienauftritte von Behörden und Verbänden. Die Vorschläge wurden dann zusammen mit der Gemeindekanzlei besprochen, überarbeitet und auf die sinnvolle Verwendbarkeit hin geprüft.

Das neue Logo kann sowohl als Schriftmarke mit der Gemeindebezeichnung Mümliswil-Ramiswil, wie auch als reines Grafiklogo alleine verwendet werden. «Das grüne M widerspiegelt das Tal mit seinen sanften Hügeln, den Wäldern und Wiesen. Das blaue R die Vielfalt der Bäche, die unsere beiden Dörfer durchfliessen. Das gelbe Symbol bezieht sich auf das Guldental selbst, mit der Auslegung auf Gold», erklärt Bloch.

Dass das Guldental nichts mit Gold zu tun hat, kann man in der Dorfgeschichte nachlesen, die vor zwei Jahren erschienen ist. Der Name bezieht sich eher auf den keltischen Begriff «Gol», bedeutet Schutt oder Stein und rührt von den Bergstürzen am Walenstich und beim Wasserfall her. Doch landläufig bezieht man sich gerne auf das «Goldene Tal».

Aufs Emmental geschielt

Die Arbeitsgruppe legte Wert darauf, dass der Begriff «im Guldental» im Logo integriert ist. «Wir wollen das Guldental, und damit meinen wir Mümliswil und Ramiswil, in Zukunft besser vermarkten, und als touristisches Ziel bekannt machen», fügt Kurt Bloch an. Mit der Zeit soll «im Guldental» zu einer Marke werden wie zum Beispiel «im Emmental». Als klares Bekenntnis zum Naturpark Thal wurde bewusst auch dieses Logo mit der Bezeichnung «naturparkgemeinde» im neuen Erscheinungsbild integriert. Das neue Logo und das damit verbundene corporate design wurden vom Gemeinderat am 30. November einstimmig genehmigt.

Keine Eigenkreationen mehr

Das Logo ist urheberrechtlich geschützt und darf nur von den Gemeindebehörden verwendet werden. Der einheitliche Auftritt gilt ab Januar 2012. Die Gemeindeverwaltung hat diesbezüglich Weisungen erlassen. Den Kommissionen und Funktionären ist es somit nicht mehr gestattet, Eigenkreationen zu verwenden. Auch die Schulen werden dem neuen Corporate Design unterstellt. Die Gemeinde-Homepage wird in den ersten Monaten des neuen Jahres angepasst. «Um Kosten zu sparen, wird das Logo auch in Schwarz-Weiss verwendet, vor allem bei Massendrucksachen», fügt Bloch an.