ABB Turbo Systems

Mitarbeiter der ABB Turbo Systems AG wollen «echte Konsultation»

Schwerer Schlag für den Industriestandort Solothurn: Das Deitinger Werk der ABB Turbo Systems AG wird geschlossen.

Schwerer Schlag für den Industriestandort Solothurn: Das Deitinger Werk der ABB Turbo Systems AG wird geschlossen.

Die Mitarbeiter der ABB Turbo Systems AG in Deitingen, die bis Mitte 2014 geschlossen wird, fordern eine «echte Konsultation» und eine Nachbesserung des ungenügenden Sozialplans.

An zwei Belegschaftsversammlungen am Donnerstag wurde die Gewerkschaft Unia beauftragt, bei der ABB Turbo Systems AG eine Anhörung, die Gewährung einer echten Konsultation und die Nachbesserung des ungenügenden Sozialplans aus dem Jahre 2009 zu verlangen. Dies teilt Unia am Freitag mit.

Wie am Dienstag herauskam, soll das Deitinger Werk Turbo Systems AG mit 105 Mitarbeitern bis Mitte 2014 geschlossen werden. ABB bietet 59 Mitarbeitern die Versetzung nach Baden und Klingnau im Aargau an. Wie Unia in der Mitteilung schreibt, herrsche innerhalb der Belegschaft der Verdacht, «dass es sich hierbei um Pseudo-Angebote handelt im Wissen, dass die Versetzungen vor allem für die älteren Mitarbeiter nicht zumutbar sind».

Gespräche verlangen

Die von Entlassung und Versetzung betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätten an den Belegschaftsversammlungen vor allem das rücksichtslose Vorgehen ohne vorgängige Konsultation und Anhörung sowie die Tatsache, dass der ungenügende ABB-Sozialplan aus dem Jahre 2009 ohne notwendige Nachbesserungen zur Anwendung kommen soll, kritisiert.

Die Gewerkschaft will nächste Woche bei der ABB Turbo Systems AG und beim Angestelltenrat entsprechende Gespräche verlangen. Gleichzeitig wird beim zuständigen Amt für Wirtschaft (AWA) des Kantons Solothurn geklärt, ob das Verfahren bezüglich Massenentlassungen gesetzeskonform abgelaufen ist. (ldu)

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