Meltingen
Mit Kettensäge unterwegs: «Stäcklibuebe» melden sich bei Gemeinde

Zwei junge Männer, die in der Nacht auf den 1.Mai in Meltingen den Maibaum mit einer Kettensäge gefällt und mitten auf der Strasse liegen gelassen haben, haben sich bei der Gemeinde gemeldet.

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Einer der Vandalen aus Kappel wurde in der Nacht auf den 1.Mai von den «Stäcklibuebe» festgehalten. (Archiv)

Einer der Vandalen aus Kappel wurde in der Nacht auf den 1.Mai von den «Stäcklibuebe» festgehalten. (Archiv)

Wie der «Blick» am 2. Mai berichtete, gab es auch Maibaum-Vandalen im Kanton Solothurn: In der Nacht auf den 1. Mai wurden in den Gemeinden Meltingen, Büsserach, Breitenbach und Fehren die Maibäume mit einer Kettensäge gefällt. Wie die Gemeinde Meltingen am 1. Mai auf ihrer Facebook-Seite verlauten liess, lag ihr das Autokennzeichen der Täter dank Zeugen vor. Der für öffentliche Sicherheit zuständige Gemeinderat, Sascha Kohler, schrieb in der Meldung, dass man nicht von einem «Bubenstreich» reden könne: «Der gefällte Baum wurde auf der Hauptstrasse liegen gelassen und gefährdete so den Verkehr.»

Kohler forderte die Täter dazu auf, sich bis Montag persönlich bei der Gemeindeverwaltung zu entschuldigen — sonst werde Anzeige erstattet und der Name des Fahrzeughalters auf Facebook veröffentlicht. Diese Drohung zeigte Wirkung. Wie die BaZ berichtete, haben sich zwei junge Männer am Samstag beim Meltinger Gemeinderat gemeldet: «Die Jugendlichen haben sich heute gestellt und haben sich mit dem Jahrgang ’96 von Meltingen gütlich geeinigt», schrieb Kohler am Samstag auf Facebook.

Bei der Polizei des Kantons Solothurn war bis Montag Mittag keine Anzeige bezüglich eines abgesägten Maibaums eingegangen, wie Sprecherin Melanie Schmid betätigte. Der Fall Meltingen sei der Polizei bekannt gewesen, von anderen Gemeinden seien keine Meldungen eingegangen. Abgesägte Maibäume sind laut Schmid nicht selten. «Es ist irgendwie Teil dieses Brauchs. Aber ein Teil, den man natürlich vermeiden möchte.»