Subingen
Mit Fachwissen kann jeder Leben retten

Der Samariterverein Subingen wird 100-jährig und feiert das Jubiläum mit einem Fest. Der Verein präsentiert sich am kommenden Samstag der Öffentlichkeit.

Rahel Meier
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So wurde in den 50er-Jahren geübt.

So wurde in den 50er-Jahren geübt.

Zur Verfügung gestellt

«Der Samariterverein arbeitet still und leise.» Das sagt Josef Ingold, er ist Präsident des Organisationskomitees für das Fest zum 100-Jahr-Jubiläum. Tatsächlich soll das Jubiläum dazu genützt werden, an die Öffentlichkeit zu gehen. Sich zu zeigen, zu demonstrieren, was die Samariterinnen und Samariter alles können. Der Samstagmorgen steht deshalb ganz im Zeichen der Samariterarbeit. «Wir möchten damit auch neue Vereinsmitglieder gewinnen. Aber auch einfach zeigen, dass es wichtig ist, erste Hilfe leisten zu können.» Schon der Besuch eines Nothelferkurses könne wichtiges Wissen vermitteln.

Leben retten

Heidi Engetschwiler (Präsidentin Samariterverein) und Esther Lüthi (technische Leiterin) sind mit Leib und Seele Samariterinnen. «Wir können Leben retten», sagt Esther Lüthi. «Die Zeit direkt nach dem Unfall, bis eine Ambulanz bei einer verletzten Person eintrifft, ist die Wichtigste», erklärt sie. Notfälle gebe es überall. In der Disco, zu Hause, in der Schule.

Tatsächlich üben die Samariter im Verein alles, was es braucht, um Nothilfe zu leisten. Das geht von der Herzmassage, zur Erstversorgung einer Wunde, zur Hilfe bei Verbrennungen oder Vergiftungen, bis hin zum einfachen Versorgen einer kleinen alltäglichen Verletzung.

Dabei müssen die Samariter auch immer wieder Neues lernen. Vieles, das früher galt, gibt es heute nicht mehr. Das bekannte «Gabi» beispielsweise – mit dem man sich früher im Nothelferkurs die wichtigsten Fragen merkte, ist verschwunden. Auch das «ABCD», das folgte, ist schon nicht mehr aktuell. Jetzt ist «BLS-AED top. «Die Samariter wissen auch, was zu tun ist, wenn jemandem etwas im Hals steckt. «Ja nicht auf den Rücken klopfen. Das macht man heute nicht mehr», sagen Lüthi und Engetschwiler übereinstimmend.

«Viel zu wenig gefördert»

In Subingen gab es noch bis vor wenigen Jahren einen Samariterposten. Dieser wurde aufgelöst, weil zu wenig Nachfrage danach bestand, erklärt Heidi Engetschwiler. Eine Tendenz, die Josef Ingold bedauert. Eine Samariterin könnte seiner Meinung nach eine kleine Verletzung gleich gut behandeln wie ein Arzt, und es würde erst noch weniger kosten. «Leider werden die Samaritervereine im heutigen Gesundheitswesen viel zu wenig gefördert.»

Nach dem öffentlichen Teil am Morgen feiert der Samariterverein am Abend unter sich, mit einigen geladenen Gästen. «Wir haben es gut im Verein. Wir üben gerne zusammen. Wir haben viele interessierte Vereinsmitglieder», sagen Heidi Engetschwiler und Esther Lüthi. Deshalb freuen sich die Vereinsmitglieder darauf, gemeinsam zu feiern.