Sportzentrum Zuchwil
Minimer Gewinn für das Sportzentrum Zuchwil

Das Sportzentrum Zuchwil (SZZ) kann auf ein erfreuliches Betriebsjahr 2011/12 zurückblicken. In den beiden vergangenen Jahren resultierte ein Verlust. In diesem Betriebsjahr konnte man mit einem kleinen Gewinn von 10588 Franken abschliessen.

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Sportzentrum Zuchwil

Sportzentrum Zuchwil

Christof Ramser

Während in den beiden vorangegangen Betriebsjahren jeweils ein Verlust resultierte, konnte die Generalversammlung der Sportzentrum Zuchwil AG von einem Gewinn von 10588 Franken Kenntnis nehmen.

Bei Einnahmen von 4,553 Millionen Franken resultierte ein Cashflow von 211070 Franken. «Dieses positive Erlebnis erlaubt uns, die geforderten Abschreibungen von 200482 Franken vorzunehmen», erklärte Verwaltungsratspräsident Jürg Kilchenmann.

Das positive Betriebsergebnis ist auf mehrere Sparten zurückzuführen. So bewährte sich die Vermietung des Profitcenters Fitness. Der Bereich Restaurant übertraf die Budgetzahlen und steigerte seinen Umsatz beträchtlich.

Auch die längeren Öffnungszeiten an den Samstagen während der Wintermonate wirkten sich positiv auf das Ergebnis aus. Zudem bescherten die schneearmen Monate November, Dezember und Januar dem Sportzentrum ein Mehr an Besuchern und damit auch mehr Einnahmen.

Zu wenig Investitionen

Eine stetige grosse Belastung im Betriebsergebnis ist das Frei- und das Hallenbad. Der Kostendeckungsgrad beim Freibad beträgt magere 38 Prozent; das Hallenbad kommt auf einen Kostendeckungsgrad von 60 Prozent.
Hauptaktionärin des Sportzentrums ist die Einwohnergemeinde Zuchwil.

Der Ersatz oder die Sanierung von grösseren Anlageteilen wird durch die Einwohnergemeinde direkt finanziert; Wartung und Instandhaltung ist Sache der Aktiengesellschaft. Der Verwaltungsrat geht von einem jährlichen Investitionsbedarf von rund einer Million Franken aus.

Doch wegen der angespannten finanziellen Lage der Gemeinde, ist dies im Moment blosses Wunschdenken. So konnte die Gemeinde im letzten Jahr nur die beiden folgenden Investitionen vornehmen: Die 260000 Franken teure Sanierung der beiden letzten Oberlichter auf dem Dach der Sporthalle sowie die Risikoermittlung bei der Kälteerzeugung der Eishalle, die mit 45000 Franken zu Buche schlug. Im laufenden Betriebsjahr kann die Gemeinde immerhin rund 630000 Franken ins Sportzentrum investieren.

Gemeindepräsident Gilbert Ambühl, der im Namen der Hauptaktionärin sprach, erklärte den Anwesenden, dass der Gemeinderat die Strategie verfolge, das bisherige Angebot des Sportzentrums inklusive Freibad aufrechtzuerhalten.

Der Gemeinderat habe zudem zur Kenntnis genommen, dass in den nächsten Jahren rund 20 Millionen Franken investiert werden müssen. «Der Gemeinderat hat aber auch klar gemacht, dass dies die Gemeinde nicht alles allein finanzieren kann.» Deshalb gelte es private Investoren und weitere Partner aus der öffentlichen Hand zu gewinnen. Und käme die Fusion im Raum Solothurn zustande, «würde das Sportzentrum profitieren». (jgr)