Bucheggberg
Mietzins für die Schulhäuser im Bezirk soll um 30 Prozent angehoben werden

Ein neues Mietmodell, das zu einer Kostensteigerung in der Höhe von 30 Prozent führt, ist schwierig zu verkaufen. Dessen ist sich Messens Vize-Gemeindepräsident Bernhard Jöhr, der im Schulverband Bucheggberg A3 für die Infrastruktur zuständig ist, bewusst.

Marlene Sedlacek
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Der Mietzins für die Mehrzweckhalle in Lüterkofen war bisher eher symbolischer Natur.

Der Mietzins für die Mehrzweckhalle in Lüterkofen war bisher eher symbolischer Natur.

Hanspeter Bärtschi

Dies ist aber genau der Fall beim Mietmodell für die Schulhäuser, das der Schulverband anwenden möchte. Anfänglich zeigten sich die Bucheggberger Gemeindepräsidenten mit dem von einer Expertengruppe ausgearbeiteten Modell einverstanden. In der Zwischenzeit hat sich aber Opposition formiert.

Im Namen von zwölf Gemeinden verschickte Aetigkofen einen Brief an alle betroffenen Gemeinderäte, das Modell sei an der Delegiertenversammlung von nächster Woche abzulehnen. Jöhr vermutet, dass die Gemeinderäte das Modell nicht richtig begriffen hätten und nur die massive Verteuerung sähen. Die höheren Kosten erstaunen Jöhr nicht. «Bisher hat Lüterkofen für seine Mehrzweckhalle einen symbolischen Beitrag von 10 000 Franken verlangt, ein Betrag, der in keiner Weise für ein Gebäude dieser Grösse angemessen ist», erwähnte er an der Gemeinderatssitzung als Beispiel.
«Wir wollen uns als Standortgemeinde ja nicht bereichern», betonte Adrian Schär. Die Kosten müssten jedoch gerecht verteilt werden. Die Beträge seien für Instandsetzungen der Gebäude bestimmt. Zudem müssten Rückstellungen gemacht werden, denn die Finanzierung späterer Neubauten obliegt den Standortgemeinden. Der Standortvorteil werde damit ausgeglichen, dass für den Boden, auf dem die Schulhäuser stehen, keine Miete verlangt wird.
Ansätze nochmals hinterfragen
Mühledorf wird einen Gegenantrag zum Aetigkofer Antrag stellen: Nämlich das Modell als solches zu genehmigen, aber die Ansätze nochmals zu hinterfragen. Jöhr hofft nun mindestens auf eine Pattsituation für die beiden Anträge an der Delegiertenversammlung. Mit ihrem Stichentscheid könnte Verena Meyer, Verbandspräsidentin A3 und Gemeindepräsidentin von Mühledorf, die Abstimmung zugunsten des Modells wenden. Sollte die Abstimmung dennoch negativ ausfallen, müssten 30 000 bis 50 000 Franken für einen externen Berater in die Hand genommen werden, um das Modell neu rechnen zu lassen. Damit würde eine Regelung der Mietkosten in weite Ferne rücken. Sollte auch dann kein Konsens erreicht werden, müsste der Richter entscheiden.
Schulsozialarbeit einführen
Der Schulverband möchte die Schulsozialarbeit an allen drei Schulstandorten einführen. Bisher war ein solches Angebot nur an der Oberstufe vorhanden. Bernhard Jöhr begrüsst diese Einrichtung: «Diese vorsorgliche Massnahme verschont uns vor grösseren Problemen», gab er sich überzeugt. Isabelle Magnenat regte an, konkrete Bedarfsabklärungen zu machen, die mit dem Vorurteil aufräumen, dass auf dem Land immer alles problemlos laufe.

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