Messen

Messen will den neuen Schulhausanbau

Auf dieser Seite des Schulhauses Bühle soll der Neubau realisiert werden

Auf dieser Seite des Schulhauses Bühle soll der Neubau realisiert werden

Der Gemeinderat Messen sprach sich am Donnerstagabend einstimmig für den Neubau beim Schulhaus Bühl aus. Nächste Woche entscheiden die Delegierten des Schulverbandes Bucheggberg A3 über den Kredit von 1,7 Millionen Franken.

Aufgrund steigender Schülerzahlen wird es eng in den Schulhäusern des Schulverbands Bucheggberg A3 (A3). «Das akute Raumproblem ist nicht mit Provisorien lösbar», stellte Bernhard Jöhr im Gemeinderat Messen klar. Laut Abklärungen von A3 kostet im Fünfjahres-Vergleich der Weiterbetrieb der zwei Pavillons beim Schulhaus Bühl etwa gleich viel wie der vom A3-Vorstand favorisierte Anbau, erklärte Jöhr. Weil Messen am jetzigen Pavillon-Standort nächstes Jahr die neue Turnhalle bauen will, müssten die Provisorien zudem versetzt werden. Kosten: 237 000 Franken. Und das bei unverändertem Raumangebot.

Der Anbau mit vier Klassenzimmern, zwei Gruppenräumen und einem Musikzimmer im Untergeschoss bringe jedoch die die nötige Raumausweitung. Gemeindepräsidentin Marianne Meister sagte, nicht alle A3-Schulgemeinden stünden hinter dem 1,7 Millionen Franken teuren Neubau. Aber abwarten bringe nichts. Und ein Neubau auf der Seite mit der Abwartwohnung löse das A3-Raumproblem ebenfalls nicht. «Dort können nicht genügend neue Klassenzimmer realisiert werden.»

Einige sagten Nein

Einerseits aus Furcht, Messen wolle alles an sich reissen, andererseits wegen der nicht im Finanzplan enthaltenen Kosten, sagten einige Gemeinden Nein. Auch im Finanzplan der Gemeinde Messen sei jedoch der der Anteil von rund 400 000 Franken nicht enthalten. Trotzdem entschied der Gemeinderat, an der ausserordentlichen A3-Delegiertenversammlung vom 27. Juni die Investition zu unterstützen. Die vier Delegierten der Gemeinde Messen wurden angewiesen, entsprechend zu stimmen.

Der Neubau sei die richtige Lösung, betonten auch die an der Ratssitzung teilnehmenden Delegierten. "Das ist ein klares Signal», kommentierte die Gemeindepräsidentin den einstimmigen Beschluss.

Bagger sollen auffahren

Nimmt der Investitionskredit nächste Woche die DV-Hürde, und stimmt im November/Dezember auch die Mehrheit der A3-Gemeindeversammlungen zu, so sollen Anfang 2013 bereits die Bagger auffahren. Ab dem Schuljahr 2013/2014 könnte bereits in den neuen Schulräumen unterrichtet werden. Die Pavillons müssten nicht versetzt werden.

Die Messener Delegierten werden auch den 30 000 Franken-Kredit für den vierten A3-Kindergarten unterstützen. Laut Jöhr soll der neue Kindergarten im Pfarrhaus Messen eingerichtet werden. Die Verhandlungen mit der Kirchgemeinde zu den Mietkosten stünden kurz vor Abschluss.

Ob die steigenden Schülerzahlen nachhaltig sind, könne niemand sagen. «Keiner weiss, was in zehn Jahren ist», räumte Gemeindepräsidentin Meister ein. Mehrere Räte verwiesen auf die rege Bautätigkeit in den Dörfern. Messen biete Natur und Nähe zu Bern, Biel und Solothurn. «Unsere Gemeinde ist attraktiv», bilanzierte Meister.

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