Die Legislaturziele sahen eigentlich vor, die Ortsplanungsrevision in Angriff zu nehmen. Doch wegen des neuen Raumplanungsgesetzes und der Anpassung des kantonalen Richtplans, die vermutlich beide einen gewissen Stillstand in Planungsvorhaben bringen, verständigte sich der Rat auf ein anderes Vorgehen.

«Wir wollen Dampf aus den Abläufen nehmen», hielt Gemeindepräsidentin Marianne Meister fest.

Deshalb soll als erster Schritt im Herbst ein eintägiger Workshop zum politischen Leitbild unter Leitung eines externen Moderators stattfinden. «Wir wollen hier klären, wie wir uns als Fusionsgemeinde weiterentwickeln können», war sich der Rat einig. Vizepräsident Bernhard Jöhr wird das Endergebnis dieses Workshops dann in die passende schriftliche Form giessen.

Im zweiten Schritt wird danach das räumliche Leitbild in Angriff genommen. Die Ortsplanungsrevision wird erst für die folgende Legislatur ab 2017 ins Auge gefasst.

Ein Grund dafür liegt in der Zusammensetzung des Gemeinderates, in dem bereits grössere personelle Wechsel zum Ende der Periode angekündigt sind. Die Erarbeitung des räumlichen Leitbildes als Vorstufe der Ortsplanungsrevision soll Mitte 2015 starten. Der zeitliche Ablauf sieht die Mitwirkung der Bevölkerung, die Kreditgenehmigung und die Verabschiedung an der Gemeindeversammlung vor. «Das alles macht Sinn», unterstrich Rolf Siegenthaler.

Instruktion der Delegierten

Der Gemeinderat nimmt es jeweils sehr ernst, seine Vertretungen in den Zweckverbänden im Vorfeld der Delegiertenversammlungen zu orientieren. Für den Zweckverband Regionalfeuerwehr Limpachtal, die nur noch aus den Gemeinden (Gross-)Messen und Unterramsern besteht, geht es darum, das bisherige Rechtsverhältnis in einen Kooperationsvertrag umzuwandeln. Ausserdem soll der von Messen bereits beschlossene Neubau des Feuerwehrmagazins (Bruttokosten 1,99 Mio. Franken) abgesegnet werden.

Über keine schwierige Geschäftsordnung haben die Delegierten des Schulverbandes Bucheggberg A3 zu befinden. Die Jahresrechnung 2013 fällt um über eine halbe Million besser aus als budgetiert. Jöhr begründete im Rat, dass ein genauerer Voranschlag angesichts vieler variabler Kosten kaum möglich sei. Beispielsweise blieb auch die Kreditabrechnung für den Anbau ans Messener Schulhaus Bühl erfreuliche 73 000 Franken unter dem Budget.

Mit deutlichen personellen Änderungen ist im Zweckverband Schwimmbad Messen bei Vorstand, Betriebskommission und Rechnungsprüfungskommission zu rechnen. Um einen sicheren Übergang zu schaffen, verbleibt Präsident Jöhr noch ein Jahr an der Spitze und arbeitet den neuen Vizepräsidenten Peter Gerber in seine künftigen Führungsaufgaben ein.

Einem Mehraufwand von 17 000 Franken (bedingt durch 8500 Franken fürs Wasser) stehen Mehreinnahmen von 10 000 Franken gegenüber. Der Erneuerungsfonds umfasst 140 000 Franken.

Variante Outsourcing für EDV

Die Datenverarbeitung in der Gemeinde ist deutlich in die Jahre gekommen. Deshalb hat sich eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Mathias Graf (Gümligen) mit zukünftigen EDV-Möglichkeiten beschäftigt. Nach der Präsentation entschied sich der Rat für die Variante «Outsourcing», bei der alle Dokumente extern zentral gespeichert und gesichert werden.

Da die Preise für diese Dienstleistung für fünf Jahre «eingefroren» sind, erschien das Angebot, das Testdemonstration, Schulung und Begleitung beinhaltet, wirtschaftlich günstig. Bis nach den Sommerferien sollen Verwaltung und alle Behörden, wie das in einer Zugriffsberechtigung geregelt ist, mit dem neuen System arbeiten können.