Biberist
Mehr als 100 Geschädigte im Fall Biber Travel

Über 100 Geschädigte sind dem Aufruf der Polizei gefolgt und haben sich im Fall des Reisebüros Biber Travel, das seine Kunden geprellt hat, gemeldet. Die Geschädigten kommen aus der ganzen Schweiz.

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Die Türen des Reisebüros Biber Travel bleiben vorläufig geschlossen – «aus Sicherheitsgründen».

Die Türen des Reisebüros Biber Travel bleiben vorläufig geschlossen – «aus Sicherheitsgründen».

Hanspeter Bärtschi

Über 100 Geschädigte im Fall des Reisebüros Biber Travel haben sich bisher bei der Polizei gemeldet. Dies gab Polizeisprecherin Melanie Schmid auf Anfrage bekannt. Die Polizei hatte am 2. Oktober allfällige Betroffene aufgerufen, sich per Internet oder auf dem Polizeiposten Biberist zu melden. Bereits zu jenem Zeitpunkt waren zahlreiche Fälle bekannt und zur Anzeige gelangt.

Über die bisherige Schadenssumme konnte Schmid keine Angaben machen. «Es melden sich aber immer noch Leute, sie kommen aus der ganzen Schweiz» ergänzt die Polizeisprecherin. Die Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren wegen Veruntreuung eröffnet.

Der Reiseveranstalter Hotelplan hatte vor 10 Tagen bekannt gegeben, dass er Kunden mit über Biber Travel gebuchten und auch bezahlten Arrangements direkt mit den Reisedokumenten beliefern wird. Laut Hotelplan-Sprecherin Prisca Huegenin waren das etwa 100 Kunden. 80 von ihnen konnten eruiert und beliefert werden.

«Bei den anderen 20 gehen wir davon aus, dass sie ihre Unterlagen noch erhalten haben.» Es hätten sich zudem auch Betroffene gemeldet, die kein Arrangement von Hotelplan, Travel Tours oder Globus Reisen gebucht hatten. Diese habe man an die vom Ombudsman der Schweizer Reisebranche kommunizierten Ansprechstellen verweisen können.

Ende September wurde bekannt, dass das Biberister Reisebüro Kunden aus der ganzen Schweiz mit Billigstangeboten geködert hat. Sie bezahlten die Rechnung, haben aber nie Tickets erhalten. Das Geschäft wurde Knall auf Fall geschlossen. (at.)

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