Halten
Marode Museumslinde beim Turm von Halten musste weichen

Wegen Spaltungen am Stamm und Fäulnis musste die mächtige Linde neben dem Turm von Halten weichen. Stück um Stück wurde der Baum am Mittwoch auseinander genommen.

Agnes Portmann-Leupi
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Majestätisch steht die Linde frühmorgens im Nebel
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Diese Sicherung sorgt dafür, dass die Linde nicht auseinanderbricht.
Nach und nach wird die Linde gefällt.
Geäst schneiden in luftiger Höhe
Im Nu zerkleinert der Häcksler das Geäst.
Zu einem Teil ist die Linde schon gefällt.
Fallkerbe und der Fällschnitt sind hier gut sichtbar.
Der letzte Baumteil fällt präzise in die Lücke
Halten: Die Museumslinde beim Turm wird gefällt.

Majestätisch steht die Linde frühmorgens im Nebel

Agnes Portmann-Leupi

Neblig ist es frühmorgens auf dem Turmgelände. Trüb sind auch die Aussichten für die mächtige Winterlinde, die vorerst noch mit ihren weit ausladenden Ästen majestätisch dasteht.

Sie muss wegen riesigen Spaltungen am Stamm und am Kronenansatz sowie Fäulnis gefällt werden. Kurt Steiner, Gartenholzerei Halten, der mit der Fällung beauftragt wurde, fährt mit seinen beiden Mitarbeitern Traktoren und Maschinen auf: Zwei Teleskoplader, einer davon mit Hebebühne, ein Mistkran mit Holzgreifer, ein Häcksler.

Mittels Stammpresse wird der dicke Hauptstamm gesichert, damit er nicht auseinanderbricht. Mit kreischenden Motorsägen entfernen die Männer das niedrige Geäst soweit möglich. Haargenau berechnen sie, welche Fallkerbe und welchen Fällschnitt für die Hauptäste nötig sind, damit diese präzise in die vorgesehene Richtung fallen.

Ein dicker Baumteil nach dem andern kommt an die Reihe. Im Nu zerkleinert der Häcksler das Geäst während die mächtigen Äste neben dem Turm gelagert werden. Gegen Abend ragt nur noch der Baumstock aus der Erde, der noch einen Meter tief ausgefräst wird. Eine neu gepflanzte, sieben Meter hohe Winterlinde wird die Lücke nach und nach füllen.