Laupersdorf
Männerchor mit melodiöse Erzählungen von Karel Gott

Konzert- und Theaterabend des Männerchors war Wohltat für Ohr und Lachmuskeln. Da der Chorleiter Karel Valter aus Prag stammt, gebar er die Idee, dem Publikum ein Konzert mit Melodien des tschechischen Sängers Karel Gott zu bieten.

Rudolf Schnyder
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Der Männerchor wusste die Idee von Leiter Karel Valter gekonnt umzusetzen.

Der Männerchor wusste die Idee von Leiter Karel Valter gekonnt umzusetzen.

Aeschbacher

Eröffnet wurde das Konzert des Männerchors Laupersdorf nach der Begrüssung durch den Präsidenten Anton Koch mit dem Pop-Song «Forever Young» von Alphaville – in der deutschen Version «Für immer jung», die Karel Gott gar zweimal aufnahm. Die Melodie wurde stimmlich ausgewogen interpretiert, und die Solisten Josef Walpert und Peter Bobst wurden vom Chor dezent begleitet.

Da Chorleiter Karel Valter aus Prag stammt, gebar er die Idee, dem Publikum ein Konzert mit Melodien des tschechischen Sängers Karel Gott zu bieten. Mit vielen Hintergrund-Informationen zu den Liedern führte der Chorleiter gleich selbst durch das Programm.

Teils sang der Männerchor a cappella, und dann wieder begleitete Karel Valter virtuos auf dem Klavier. Die meisten Lieder, die Karel Gott singt, komponierte der Tscheche Karel Svoboda, auch die bekannten Melodien «Einmal um die ganze Welt» und «Biene Maja».

Melodie- und Begleitstimmen harmonisch rein

Dabei waren die ineinander verschmelzenden Melodie- und Begleitstimmen harmonisch rein anzuhören. Einer der erfolgreichsten Hits von Karel Gott ist «Lady Carneval» aus dem Jahre 1968, den der Chor temperamentvoll und beschwingt darbot. Beim kroatisch-italienischen Lied «Santa Lucia» von Teodoro Cottrau gelangen dem Chor besonders die hohen Tonlagen und die Melodiebögen sehr schön. Karel Valter dirigierte den Chor sehr fein und äusserst präzise und zeigte jeden Einsatz der einzelnen Stimmen an.

Bei «Ewigi Liebi» von Paddy Bernhard gelangen die ganz fein angesungenen Passagen sehr gut, selbst den Bassstimmen. Stimmgewaltig erklang von den 15 Sängern «Conquest of Paradise» von Vangelis. «Santa Maria» von Guido & Mauritio de Angelis wurde vor allem durch die deutsche Version Roland Kaisers bekannt.

Zum Abschluss des Konzertes sang der Chor den Schweizer Hit «Alperose» von Polo Hofer. Als Solisten sangen wiederum Josef Walpert und Peter Bobst die Titelmelodie, und sehr schön anzuhören waren die gelungenen Wechsel zwischen Tenor- und Bassstimmen.

Man konnte herzhaft lachen

Viktor Luginbühl (Paul Meier) und Nachbar Fritz Hungerbüeler (Alois Kofmel) sind zwei Bauern, die reich eingeheiratet und somit auch schwer darunter zu leiden haben, besonders Alois bei seiner dominanten Frau Seline (Jeannette Walpert). Viktor erfindet eine reiche Erbtante, die er nun regelmässig in der Stadt besuchen darf. Natürlich wird dann in der Stadt mit Freunden gejasst und getrunken.

Gespielt wird der Schwank in der Gegenwart. Auffallend bei der gesamten Theatercrew, waren die natürlichen Bewegungen auf der Bühne, die ausgezeichnete Mimik und Gestik und Aussprache. Da Seline Luginbühl misstrauisch wird und unbedingt die Erbtante sehen will, muss Fritz in die Rolle der Tante schlüpfen, was für das Publikum sehr amüsant ist.

In weiteren Rollen waren Nicole Jaus (als Louise Hungerbüeler, Frau von Fritz), Melanie Bieli (als Monika Luginbühl, Tochter von Viktor und Seline) und David Koch (als mittelloser, im Waisenhaus aufgewachsener Waldarbeiter Christian Striicher) zu sehen. Monika liebt den Waldarbeiter Christian, doch ihre Mutter verabscheut dies. Schlussendlich kommt es doch noch zum Happy End, als sich herausstellt, dass Christian eigentlich der uneheliche Sohn von Louise ist. Der Schwank in drei Akten «Viktor in Nööte» von Emil Stürmer ist zwar inhaltlich banal und hat teils Überlängen, doch kam das Publikum während der zwei kurzweiligen Stunden voll auf seine Rechnung.

Eine weitere Aufführung des Männerchors Laupersdorf findet am 28. November um 20 Uhr in der Mehrzweckhalle Kreuzacker in Laupersdorf statt.