Am 24. Oktober hatte in Biberist ein Autofahrer einer 8-jährigen Schülerin angeboten, sie nach Hause zu chauffieren.

Jetzt sorgt ein Mann in Bellach für Unruhe. Er soll in der Gegend Kinder ansprechen und versuchen, sie «mit Süssigkeiten und Geschenken in sein Auto zu locken», informiert die Schulleitung die Eltern der Kindergärtler und der 1. und 2. Klässler in einem Brief, welcher dieser Zeitung vorliegt. Zum Vorfall soll es am Montagmittag gekommen sein.

Die Bellacher Schulleitung informiert die Eltern in einem Brief

Die Bellacher Schulleitung informiert die Eltern in einem Brief

Die Kantonspolizei Solothurn bestätigt den Fall. Betroffen waren «zwei Kinder im Primarschulalter», wie es auf Anfrage heisst. «Die Kinder reagierten richtig und rannten davon», sagt Mediensprecher Andreas Mock.

Zuhause erzählten sie den Eltern vom Vorfall. Diese wiederum setzten die Polizei in Kenntnis.

Weitergehen und wegrennen

Die Schulleitung bittet im Brief die Eltern, darüber zu sprechen und die Kinder zu informieren, wie sie sich in einem solchen Fall zu verhalten haben. Die Kinder sollten «auf keinen Fall in ein fremdes Auto steigen und so schnell wie möglich weitergehen oder wegrennen»

Die Polizei hat ein Merkblatt herausgegeben, in dem die wichtigsten Punkte aufgelistet sind (siehe unten). Zudem werden die Kinder im Unterricht für dieses Thema sensibilisiert. Verkehrspolizisten gehen bei ihren Besuchen darauf ein.

Einzelfälle

Die Polizei betont, dass es sich dabei um Einzelfälle handelt und legt Wert darauf, nicht in Panik auszubrechen. «In den meisten Fällen steckt keine böse Absicht dahinter», sagt Mock. «Dennoch nehmen wir jeden Fall ernst.» Beim Fall in Bellach wisse die Polizei nicht, welche Absicht der Mann hatte. 

Weitere Fälle in der Region sind der Polizei derzeit nicht bekannt. (ldu)