Lüterkofen-Ichertswil
Lüterkofen-Ichertswil will Fusionsverhandlungen weiterführen

Die Fusion der 12 Gemeinden im Bucheggberg ist auf gutem Weg. Auch der Gemeinderat von Lüterkofen-Ichertswil sieht einer Fusion positiv entgegen. Er hat gestern einstimmig beschlossen, die Verhandlungen weiterzuführen.

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Die Lüterkofer (im Bild der Dorfkern) wollen sich im unteren Bucheggberg einfügen.hanspeter bärtschi

Die Lüterkofer (im Bild der Dorfkern) wollen sich im unteren Bucheggberg einfügen.hanspeter bärtschi

Hanspeter Bärtschi

«Wir Gemeinden im unteren Bucheggberg gehören zusammen.» So lautet die Meinung des Lüterkofer Gemeinderats, nachdem der Verlauf der Orientierungsversammlung vor einer Woche zum Fusionsprojekt von 12 Partnern analysiert worden war. Die mehr als hundertköpfige Zusammenkunft sei in jeder Weise gut verlaufen, der Faktor «Steuern» habe erstaunlicherweise fast keine Rolle gespielt, urteilte der Rat.

Bemerkenswert blieb, dass die bei allen Ratsangehörigen angebotene Möglichkeit zu Nachfragen und Anregungen fast nicht genutzt wurde. Auch Gemeindeschreiberin Sonja Kohler erlebte keinerlei «Wellengang» im Dorf. Nur Gemeindepräsident Roger Siegenthaler berichtete von einzelnen Hinweisen, die dringend den Einbezug von Lohn-Ammannsegg in die Fusionsbemühungen forderten. Die angrenzende Gemeinde hatte aber schon im Vorfeld der Fusionsplanungen abgewinkt.

Ja zur Gemeindefusion...

Zur Sprache kam neben positiven Punkten auch der Autonomieverlust. Schliesslich gab es einen einstimmigen Entscheid zur Fortsetzung aller Fusionsarbeiten und zur Vorbereitung der Gemeindeversammlung im Juni. Nicht abrücken dürfe man beim Zusammenschluss von der in Lüterkofen bereits vorhandenen «schlanken Organisationsform» und nicht zurückfallen in «alte Strukturen». In der neuen Gemeinde würden alle Anliegen gleich behandelt, so etwa auch bei der Nutzung der Mehrzweckhalle in Lüterkofen. Der Rat forderte Roger Siegenthaler auf, sich für das Amt des Gemeindepräsidenten zu interessieren. «Wir vollziehen einen richtigen Schritt für die Zukunft, der möglicherweise nicht den Beifall aller finden wird», hiess es in der Aussprache.

... nein zu regionalen Trägerschaften

«Für die Zusammenarbeit unter den Gemeinden haben wir die Repla, die wir stützen müssen. Wir brauchen keine weitere Ebene als vierte Staatsstufe mit zusätzlichen Regelwerken», lehnte der Rat «mit ausdrücklicher Vehemenz» das Projekt regionale Trägerschaften rundum ab. Der Rat kam zum Schluss, dass damit Gemeinden entmachtet und besonders unbequeme ausgeschaltet werden sollen.

Besonders ärgerlich wurde empfunden, dass der Kanton die Zusammensetzung der jeweiligen Region bestimmt. «Zahlen dürfen wir, aber zu sagen haben wir dann nichts», lautete die Sicht auf die regionalen Trägerschaften als neuerliches «Mittel zur Arbeitsbeschaffung». «Noch sind wir frei und können sagen, was wir denken.»(gku)

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