Neubau eingeweiht

Luterbacher Schüler lernen bald in Werkstatt-Atmosphäre

Sie eröffneten gemeinsam den Schulhausanbau: Schulleiterin Katrin Kurtogullari, Gemeindepräsident Michael Ochsenbein, Ursula Grossmann (PräsidentinSpezial-Baukommission) und Architekt Marcel Baumgartner.

Sie eröffneten gemeinsam den Schulhausanbau: Schulleiterin Katrin Kurtogullari, Gemeindepräsident Michael Ochsenbein, Ursula Grossmann (PräsidentinSpezial-Baukommission) und Architekt Marcel Baumgartner.

Am Wochenende wurde in Luterbach der Schulhausanbau «Knospe» eingeweiht. Das Gebäude trägt die Handschrift des Zürcher Architekten Marcel Baumgartner.

Aus rund 60 Entwürfen zum Anbau an das bestehende Luterbacher Schulhaus gewann 2011 das Projekt «Knospe» von Marcel Baumgartner. Der Zürcher Architekt hatte die Aufmerksamkeit der Architekturwelt auch schon mit dem Konzept der Monte-Rosa-Hütte in Zermatt auf sich gelenkt. «Die Schulhauserweiterung wird zum Eckstein der Anlage», sagte Baumgartner am Samstag auf einem Rundgang durch das flexibel aufgebaute Gebäude in angenehmer Werkstatt-Atmosphäre.

Die Umgebungsgestaltung werde dazu beitragen, die Identität der Schule Luterbach zu stärken. Zur Anlage gehören heute zudem zwei Turnhallen, Kindergärten, Sport- und Spielareale und das bisherige Schulgebäude. Das Ziel von Architekt Baumgartner: Alle Gebäude sollen in einen Dialog treten.

4,5 Mio. Franken ausgegeben

Der Schulhausanbau umfasst Klassenzimmer und angegliederte Gruppenräume auf drei Etagen, die Aula im Parterre, Zimmer für Sonderunterricht und einen grossen Raum für den Mittagstisch. «Wir dürfen stolz sein auf das Geschaffte», sagte Ursula Grossmann, Präsidentin der Spezial-Baukommission Schulhaus. «Wir beziehen hier eine Perle». Für den Neubau, den noch folgenden Umbau des alten Schulhauses, den Abriss der in die Jahre gekommenen Schulpavillons und für Umgebungsarbeiten wurden 7 Mio. Franken veranschlagt.

Bisher sind nach Angaben von Grossmann 4,5 Mio. Franken investiert worden. «Wir haben damit alle Vorgaben voll im Griff», betonte Grossmann. Das erste Etappenziel sei auch dank dem umsichtigen Baumanagement der Bellacher Firma Anderegg und anderer Handwerker aus der Region erreicht worden.

Nun wird der Altbau saniert

Schulleiterin Katrin Kurtogullari und ihr Lehrerkollegium freuen sich ebenso über den Neubau. Die 280 Schul- und Kindergartenkinder haben die Bauarbeiten mit Spannung und Interesse beobachtet. «Das nächste halbe Jahr wird uns weiter fordern», sagte Kurtogullari, «dann ist nämlich die Sanierung des Altbaus an der Reihe.»

Aus den bisherigen 10 Klassenzimmern sollen 6 Schulräume in Verbindung mit zusätzlichen Arbeitszimmern entstehen. Das entspreche heutigen Unterrichtsformen. Um Klassen unterzubringen, müssen deshalb vorübergehend alle Raumreserven im gesamten Areal genutzt werden. Der grosszügige Schulhaus-Anbau, der ab dieser Woche bezogen wird, ist dabei eine wichtige Hilfe. Das eigentliche Eröffnungsfest ist nach Abschluss aller Arbeiten im Sommer 2015 geplant. Bereits jetzt könnten sich die Schülerinnen und Schüler am erneuerten Grillstand und den Sitzkreisen im Aussengelände erfreuen, sagte Schulleiterin Kurtogullari.

«Strikter Sparkurs»

Gemeindepräsident Michael Ochsenbein dankte allen für die geleistete Arbeit. Um die Finanzen für den Anbau «abzuzwacken», habe der Gemeinderat das Dorf auf einen strikten Sparkurs bringen müssen. «Es stand tatsächlich auf Messers Schneide, ob wir das überhaupt bewältigen können», sagte der Gemeindepräsident. Er würdigte Disziplin und Verständnis in Behörden und Bevölkerung. Die «Knospe», die Ochsenbein als «sehr gelungen» bezeichnete, möge vieles zum Erblühen bringen.

Begeistert vom Aussehen des Schulhaus-Anbaus waren auch die Besucher aus dem Dorf. Besonders Raumaufteilung, Bodenbeläge und Abschattungen der grossen Fensterflächen wurden genau inspiziert.

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