Solarenergie

Luterbacher Helion Solar expandiert weiter

Vom Kauf ausgeschlossen sind bestehende Auftragsverhältnisse, Werkverträge und vereinbarte Garantieleistungen.

Vom Kauf ausgeschlossen sind bestehende Auftragsverhältnisse, Werkverträge und vereinbarte Garantieleistungen.

Das Solarenergieunternehmen Helion Solar AG mit Hauptsitz in Luterbach übernimmt gemeinsam mit der Langenthaler Bernhard Polybau AG, Spezialistin für Gebäudehüllen, sämtliche Aktiven aus der Konkursmasse der Solarcenter Muntwyler AG in Zollikofen.

Über Letztere wurde Anfang September der Konkurs eröffnet. Zum Zeitpunkt der Konkurseröffnung befanden sich über 60 Projekte in Ausführung, deren Fertigstellung nicht durch das Solarcenter wird erfolgen können, wie die beiden Käuferinnen in einer gemeinsamen Medienmitteilung schreiben.

Im Interesse der geschädigten Kunden und um das langjährige Solar-Know-how der Konkursitin zu bewahren, habe man sich zu diesem Schritt entschieden. «Der gute Ruf der Solarbranche steht auf dem Spiel, deshalb setzen wir uns ein», sagt Markus Bernhard, Inhaber der Oberaargauer Firma.

«Können erfahrene Fachleute gut gebrauchen»

Vier der rund 20 vom Konkurs betroffenen Angestellten der Muntwyler AG arbeiteten heute für die Helion Solar AG. «Wir sind uns der Verantwortung bewusst und können erfahrene Fachkräfte gut gebrauchen. Die Branche entwickelt sich dynamisch», erklärt seinerseits Helion-Solar-Geschäftsführer Noah Heynen. Mit weiteren Betroffenen würden zurzeit noch Gespräche geführt.

Zur Übernahme gehörten sämtliche Aktiven. Vom Kauf ausgeschlossen seien bestehende Auftragsverhältnisse, Werkverträge und vereinbarte Garantieleistungen. Über den Kaufpreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.

Die Firma Solarcenter Muntwyler AG ist nicht irgendein Solarunternehmen. Urs Muntwyler, Professor für Photovoltaik an der Fachhochschule Burgdorf, gründete die Firma vor über 35 Jahren. Sie gilt damit als eine der ältesten Solarfirmen der Schweiz. 2010 hatte Muntwyler das Unternehmen verkauft.

Für den Konkurs machten die neuen Besitzer unter anderem den «brutalen Margenschwund» verantwortlich. So habe man 2010 Solaranlagen mit einer Leistung von 1000 Kilowatt installiert. 2012 seien es 2400 Kilowatt gewesen, aber der Umsatz habe bei rund 10 Millionen Franken stagniert. Unter dem Strich habe ein Verlust resultiert und im ersten Halbjahr 2013 sei der Umsatz um die Hälfte eingebrochen. (FS)

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