Die Ausbeute ist mager: Bis zur Einsendefrist sind auf der Gemeindeverwaltung Luterbach nur gerade 18 ausgefüllte und korrekt mit Namen versehene Fragebogen zur Fusionsstudie eingegangen. Deutlich mehr Mühe als alle anderen zusammen hat sich dagegen ein anonymer Einwohner (oder eine Einwohnerin) gegeben. Denn Person X hat der Gemeinde insgesamt 31 Feedbacks zukommen lassen.

«Es steht einfach überall Nein»

Wieso man weiss, dass die elektronisch eingesandten Rückmeldungen allesamt aus derselben Feder stammen? «Sie sind alle identisch», sagt Gemeindeschreiber Ruedi Bianchi. «Da hat jemand einfach jeden Tag aufs Neue wieder denselben Fragebogen geschickt.»

Viel Aufwand betrieben, um die Hochstapelei zu vertuschen, hat Person X also nicht. Und auch inhaltlich ist der Fragebogen - pardon: sind die 31 Fragebogen - ziemlich fantasielos: «Es steht einfach überall ‹Nein›», weiss Bianchi.

Nicht die Stimme des Volkes
Dass von rund 2300 Stimmberechtigten nur 18 ganz offiziell ihre Meinung zur Fusionsstudie kundtaten, überrascht den Gemeindeschreiber nicht. Ohnehin bleibe zweifelhaft, wie repräsentativ die Umfrage tatsächlich sei. «Die Stimme des Volkes ist es nicht», sagt er.

«Es geht ja darum, ob man nun weiter verhandeln will.» Und aus Gesprächen wisse er, dass die Leute das wollen. In den kommenden Tagen wird die Web-Gruppe der Gemeinde die zurückgeschickten Unterlagen auswerten.