Die Butterlan ruft und die Leute kommen. Bereits zum neunten Mal fand das Event für Gamer und Nicht-Gamer im Bucheggberg statt. Was mit knapp sechs Teilnehmern vor neun Jahren begonnen hatte, ist heute mit 210 Teilnehmern nicht mehr aus der Schweizer Gaming-Szene wegzudenken. Mit PC, Maus, Tastatur, Energydrinks und Schlafsack hatten die ersten begeisterten Gamer bereits um 15 Uhr am Freitagnachmittag den Weg zur Friedhofstrasse gefunden.

Einmal Butterlan, immer Butterlan

«Endlich wieder Butterlan», sagt Benjamin Steck aus Biel. Er, der seit vielen Jahren Stammteilnehmer der grössten Lan der Schweiz war, hatte sich dieses Wochenende nach zweijähriger Absenz wieder zurückgemeldet. «Die Butterlan ist eines der Highlights der Schweizer Gaming-Szene, aber auch einfach eines der Highlights des Jahres.» Bei dieser Aussage nicken die beiden Gamer zu seiner Rechten. «Ist man einmal mit dem Butter-Virus infiziert, wird man ihn nicht mehr los», meint Steck. Einmal Butterlan, immer Butterlan also? «Ja das könnte man durchaus so sagen», lacht der sichtlich ermüdete, aber überglückliche OK-Präsident Daniel Moser am Sonntagnachmittag.

«Eine solche Lan plant man nicht über Nacht»

Seit letztem Sonntag war das Butterlan-OK rund um den Präsidenten Daniel Moser mit dem Aufbau beschäftigt. «Wir sind rund drei viertel Jahr damit beschäftigt, für die Butterlan zu organisieren. Eine solche Lan plant man nicht über Nacht», erklärt Moser, strahlt aber über das ganze Gesicht, wenn er mit einer Handbewegung Richtung Menschenmenge zeigt und meint: «Es lohnt sich aber immer wieder.» Und wenn man dann an der Butterlan gar Personen aus Nähe Leipzig trifft, die extra neun Stunden mit dem Zug und dem Computer unter dem Arm auf sich genommen haben, um das Wochenende in Lohn-Lüterkofen zu verbringen, wird auch klar, von was Daniel Moser spricht.

Gezockt - wie die Gamer im Fachjargon sagen - wurde auf der XBox und dem Computer. Vom Strategiespiel «Starcraft 3» über den Ego-Shooter «Counters Strike Go» bis hin zu dem wohl beliebtesten Spiel des ganzen Events, «League of Legends», waren die Turniere sehr unterschiedlich und überaus gut besetzt. Wer dabei am Schluss zuoberst auf dem Treppchen stand, kassierte auch mächtig ab. Insgesamt wurden an der diesjährigen Butterlan Preise im Gesamtwert von rund 5000 Franken vergeben.

Fester Bestandteil im Kalender

Für Barmitarbeiter sowie Barbesucher ist das Butterlan-Wochenende inzwischen fester Bestandteil im Kalender. «Ein gemütliches Zusammensein unter einer freundlichen, aufgeschlossenen und spannenden Community», meint auch Barmitarbeiter Robin Scheidegger aus Messen. Und spätestens, wenn am Samstagabend die Jazz- Band «Pamplemouse» aus der französischen Schweiz ihre Instrumente packt, spontan an der frischen Luft eine kurze Kostprobe ihres Könnens abliefert und am Schluss rund 50 Personen klatschend «Aux Champs-Élysées» mitsingen, spätestens dann wird wohl auch der grösste Kritiker von der Butterlan überzeugt sein. Denn genau diese «Besonderheiten», diese Einfachheit und Unkompliziertheit der Organisatoren, Barmitarbeitern und Securitas ist, was die Besucher an der Butterlan schätzen.

Nach der Butterlan ist vor der Butterlan, doch die Zukunft ist noch ungewiss. Nächstes Jahr feiert der Event Jubiläum. Geht der Erfolg der Butterlan ungebrochen weiter wie die vergangenen Jahre, wäre es wohl auch möglich, nochmals grösser zu werden. Daniel Moser meint dazu nur: «Wir prüfen momentan unsere Optionen», und lässt so Raum für Spekulationen.