In Gegenwart von Bauherr Oswald Jungen diskutierte der Rat Änderungen im Gestaltungsplan für den geplanten Gewerbekomplex an der Bahnhofstrasse im Ortsteil Lüsslingen. Entstehen sollen hier drei Hallen mit gesamthaft 18 Gewerbeboxen. Die abgeschlossene Vorprüfung im Kanton hatte einige Präzisierungen ergeben, die Bauverwalter Kuno Eberhard vorstellte.

So sollen zuerst nur zwei Hallen errichtet werden und im Abstand von rund fünf Jahren dann das dritte Gebäude. Zu achten ist auf einen guten Nutzungsmix, der entsprechend dem örtlichen Zonenplan Lager- und Logistikflächen ausschliesst. Auf dem Dach soll eine Photovoltaik-Anlage installiert und die Begrünung ringsum ökologisch nachhaltig bepflanzt werden. Einstimmig beschloss der Rat die öffentliche Auflage, die gemäss Unternehmer Jungen «einen wichtigen Schritt vorwärts» bedeutet.

«Wir wollen Speicher erhalten»

Bald 200 Jahre hat der alte Speicher am Schulhausweg in Lüsslingen «auf dem Buckel». Für 2015 hat die Gemeinde für dessen Sanierung bereits 95 000 Franken in den Finanzplan aufgenommen, zumal die Denkmalpflege keine Abbruchbewilligung erteilt hat, ihn als erhaltenswert einstuft und die Hälfte der Kosten beisteuern will. «Wir sollten ihn ins Kirchenviertel versetzen und ihn dort ins Nutzungskonzept mit der Pfarrschür aufnehmen», war sich der Rat grossmehrheitlich einig.

Mit 5:2 sprach er sich fürs Projekt und für die Aufnahme ins kommende Budget aus, über das bekanntlich ja die Stimmberechtigten noch entscheiden. Geklärt wird laut Gemeindepräsident Herbert Schluep, in wieweit der eigentliche Eigentümer beteiligt werden kann, und ob es nicht auch Einwohner gibt, die sich als Gönner für Sanierung und Versetzung des Speichers in den Pfarreibezirk erwärmen können. Die Kulturkommission wird dies an die Hand nehmen.

Quellschutzzone

Im 4,2 Hektaren grossen Gebiet rund um eine Quelle war es zu Verunreinigungen durch zu viel aufgebrachte Jauche gekommen, die in der Versickerung das Wasser unbrauchbar gemacht hatte. Nach einem Prüfbericht des Kantonalamtes für Umwelt ist das Wasser jetzt wieder einwandfrei und kann in die Versorgung eingespeist werden.

Gemeindepräsident und Bauverwalter sprachen sich dafür aus, dass der Vertrag mit der Landbesitzerin dahingehend geändert werden müsse, dass hier mittels Anpassung des bestehenden Reglements nur noch eine naturnahe Bewirtschaftung ohne «Bschütti» erlaubt ist.

Initiative für ein Dorfcafé

Simone Iseli und Brigitte Winz waren an die Gemeinde gelangt mit der Frage, ob eine bestehende Lokalität für ein Dorfcafé zur Verfügung gestellt werden könne. Gemeinderätin und Wirtin Doris Weyeneth erklärte sich bereit, die beiden initiativen Frauen zu unterstützen. Wie sie im Rat ausführte, scheint die Gaststube Weyeneth an zwei Morgen und zwei Nachmittagen dem Treffpunkt-Konzept von Iseli und Winz zu entsprechen. Über Details werden noch weitere Gespräche folgen. Schluep erinnerte, dass bereits einmal monatlich ein gemeinsamer Mittagstisch im Restaurant «Bellevue» stattfindet.