Die Gemeinde könnte ihr Eigenkapital gleich um mehr als 50 Prozent auf beinahe 1,6 Mio. Franken erhöhen, wenn sie denn wollte. Die Rechnung geht aber noch in die Rechnungsprüfungskommission, die beispielsweise empfehlen könnte mehr Abschreibungen vorzunehmen. Wobei diese gut überlegt sein sollten, so der Gemeinderat. Droht doch eine Schlechterstellung im Finanzausgleich.

Die gute Rechnung beruht nicht nur auf nachhaltigen Faktoren, war man sich im Gemeinderat einig.

Ein spezieller Faktor ist die Einwohnerzahl, die sich gegenüber der Berechnung im Budget verringerte. Das hatte Auswirkungen bei den Beiträgen, die aufgrund der Einwohnerzahl berechnet werden, etwa Abgaben für die Soziale Wohlfahrt. Die Fusionsgemeinde erhielt zudem nach der Fusion den kantonalen Beitrag für das Zusammengehen der beiden Gemeinden. Dieser betrug knapp mehr als 100 000 Franken.

Die Frage aus dem Rat, ob damit die Fusionskosten aufgewogen sind, wurde klar verneint.

Vom Kanton konnte auch ein Finanzausgleichsbetrag von gut 110 000 Franken kassiert werden. Der grösste Brocken an zusätzlichen nicht budgetierten Erträgen waren mit gut 477 000 Franken Buchgewinne, sprich Landverkäufe. Eingeschenkt haben aber auch die Steuereinnahmen. Zwar wurde 2013 weniger eingenommen als budgetiert. Dafür schenkten Nachtaxationen ein, die bis ins Jahr 2002 zurückreichen. Budgetiert waren nur 90 000 Franken für 2012, effektiv sind es bis heute 358 000 Franken. Aus dem Steuerjahr 2011 kamen nochmals 185 000 Franken in die Gemeindekassen.

Auch die Quellen- und Sondersteuern flossen im letzten Jahr reichlich. Erklärt wurde dies mit der regen Bautätigkeit im Dorf. Bei einem Aufwand von 4,874 Mio. Franken weist die Rechnung vor der Bearbeitung durch die Rechnungsprüfungskommission einen Überschuss von 0,575 Mio. Franken auf. Die Investitionen liegen bei 1,278 Mio. Franken. Nur rund die Hälfte der budgetierten Investitionen konnte ausgeführt werden. «Ein Puzzle aus verschiedenen Faktoren haben zu dieser blendenden Rechnung geführt», kommentierte Gemeindepräsident Herbert Schluep.

Vandalenakt an Jungbäumen

Die abgesägten Jungbäume im Mühlegarten der Kirschblüten-Gemeinschaft fanden auch im Gemeinderat Widerhall. «Ich und der Gemeinderat verurteilen dies. Das ist ein Vandalenakt. So greift man nicht in die Natur ein», erklärte der Gemeindepräsident. Manchmal habe er das Gefühl, jemand wolle die Gemeinschaft und die übrige Dorfbevölkerung gegeneinander ausspielen. «Ich hoffe, das hört auf. Es wäre richtig, wenn die Schuldigen erwischt werden.»