Gerlafingen

Ludothek Wasseramt: Hier gibt es Spiel und Spass für kleines Geld

Präsidentin Elisabeth Walter und Aktuarin Eliane Jordi mit den anwesenden Helferinnen Nelly Jörg und Brigitte Frei sowie Besucher Timo.

Präsidentin Elisabeth Walter und Aktuarin Eliane Jordi mit den anwesenden Helferinnen Nelly Jörg und Brigitte Frei sowie Besucher Timo.

Die Ludothek Wasseramt feiert ihr 25-Jahr-Jubiläum. Mittlerweile können über 1'200 Spiele entdeckt und ausgeliehen werden. Darunter sind altbewährte Spiele, aber auch viele Neuheiten.

Bei diesem Anblick schlagen nicht nur die Herzen der Kinder hoch. Über 1'200 Spiele locken in der Ludothek Wasseramt im Untergeschoss des reformierten Kirchgemeindehauses in Gerlafingen zum Mit-nach-Hause-Nehmen.

Die Suche nach dem ganz persönlichen Wunsch vereinfacht die Unterteilung in Gesellschafts-, Gedulds-, Lern-, Verkehrs- oder Elektronikspiele, gekennzeichnet mit Altersangaben. Zur Ausleihe stehen aber auch Einräder bereit und lustige Fahrzeuge oder Spiele für draussen.

Ein «Neuheiten-Tisch» weist auf kürzlich Errungenes hin. «Die Besucher kommen aus rund 15 Gemeinden des Wasseramtes», erzählt Elisabeth Walter, Präsidentin des Vereins «Ludothek Wasseramt». Gefragt seien vor allem Spiele für Kinder bis zu zehn Jahren. Ein Renner sei momentan das «Spirobill», ein Spiel aus Holz, ähnlich einem Flipperkasten.

Diverse Jubiläumsanlässe

Dieses Jahr darf die Ludothek ihr 25-jähriges Bestehen feiern. Drei Recherswilerinnen realisierten im Jahr 1989 die Idee für ein «Haus der Spiele». Vor zehn Jahren wurde mit dem Umzug ins Kirchgemeindehaus in Gerlafingen auch der Name gewechselt in «Ludothek Wasseramt».

Diverse Anlässe sind im Jubiläumsjahr geplant: eine Spielnacht im März, in welcher nach Lust und Laune ausgeharrt werden darf und ein Aussenspieltag im Juni in der Badi Eichholz zum Thema «Wasser». Dies, weil der nationale Spieltag im kommenden Jahr dem «Wasser» gewidmet ist.

Im Herbst steht ein Spielabend für Erwachsene und Familien im Angebot und im November der obligat stattfindende Kinderspielnachmittag in der Gaststube des Restaurants Drachengarten in Obergerlafingen. Geworben für die Ludothek wird zudem am Kinderfest anlässlich der Biberister Kilbi.

Ehrenamtliche Arbeit

Ein zehnköpfiges Team von Frauen arbeitet unentgeltlich in der Ludothek – und würde sich über neue Helfer und Helferinnen freuen. Aktuarin Eliane Jordi gehört zum Einkaufsteam. Zum Ausprobieren von Neuheiten bietet der Verein der Schweizer Ludotheken Spielforen an.

Aus dem Erlös der bescheidenen Abonnements- und Ausleihgebühren werden neue Spiele gekauft sowie die Betriebskosten beglichen. Finanzielle Unterstützung erhält die Ludothek auch von einzelnen Gemeinden im Wasseramt sowie von privaten Personen.

Erfreulicherweise darf sie von einem geringen Mietzins im reformierten Kirchgemeindehaus profitieren. Die Präsidentin verheimlicht nicht, dass die Ausleihen im Vergleich vor zehn Jahren stark zurückgegangen sind.

Vielfach fehle wohl die Zeit zum Spielen, wenn in jungen Familien beide Elternteile berufstätig seien. Heute besässen schon die Kleinsten ein iPhone. «Für Kinder ist es aber immer noch schöner, wenn sie mit Erwachsenen zusammen spielen dürfen», sagt Elisabeth Walter überzeugt. «Zudem fördert das Spielen Fantasie, Geschicklichkeit und Wahrnehmung», sind sich die vier anwesenden Frauen einig.

Leider erlaube das Budget auch keine grosse Werbung. Laut Eliane Jordi ist an Informationstreffen des Vereins der Schweizer Ludotheken der Tenor betreffend Rücklauf ähnlich. Bessere Besucherzahlen wiesen Ludotheken auf, die in Gebäuden zusammen mit Bibliotheken, Kinderkrippen, Mittagstischen oder Schulen stationiert seien.

Öffnungszeiten: Di und Mi von 16 bis 18 Uhr. Weitere Informationen unter www.ludothekwasseramt.ch.

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