Wäre im Voraus bekannt gewesen, dass Bell eine Grillbratwurst spendiert, so hätte man den Informationsanlass zu aktuellen Themen der Gemeinde vom Theorielokal im Feuerwehrmagazin in den Bienken-Saal verlegen müssen.

Die Teilrevision von Gemeindeordnung und Behördenreglement und auch der Ausbau der Südringstrasse stiessen zwar bei den rund 90 Personen auf Interesse, doch war dieses um ein vielfaches grösser beim Thema Bell und deren geplanten Neubau der Schweinezerlegerei in Oensingen.

Sorgen wegen Sicherheit

Das Hauptinteresse galt der Überbauung Roggenpark, bei der im Mai die Aushubarbeiten beginnen sollen. Das eine Lager der Interessierten richtete den Fokus auf die Parkmöglichkeiten im und um den Roggenpark. Für die einen hats zu wenig Parkplätze, für die andern sind die am falschen Ort. Für dasjenige Haus, das für die Raiffeisenbank vorgesehen war, gebe es noch keine neuen Mieter, war vonseiten des Investors zu erfahren.
Stark bewegt hat vor allem die anwesenden Mütter und Lehrpersonen die Verkehrssituation.

Denn während der rund zweijährigen Bauphase wird das Trottoir, das direkt an der Baustelle entlang verläuft, gesperrt. Fussgänger müssen also entweder auf der Höhe Gemeindeverwaltung oder Sunnehof die Strassenseite wechseln. Davon betroffen werden insbesondere Schülerinnen und Schüler sein. Den Vorschlag zu den kritischen Zeiten einen Lotsendienst einzusetzen, werde man prüfen, versprach Gemeindepräsident Markus Flury.

Am Mittwoch bestätigte er auf Nachfrage, dass ein Lotsendienst vorerst als Pilotphase bis zu den Sommerferien geplant ist. Flury kündigte weiter an, dass die Polizei der Fussgängersituation erhöhte Aufmerksamkeit schenken werde. Sie werde aber auch dort zur Stelle sein, wo Elterntaxis vor dem Schulhaus an den unmöglichsten Stellen parkieren.

Nicht nur Freude an Bell

Josef Dähler, Leiter Geschäftsbereich Frischfleisch, stellte das Unternehmen Bell vor, René Bigler, Mitinhaber zsb-Architekten AG, den geplanten Neubau in Oensingen. Dähler hatte vor allem kritische Fragen zu beantworten. «Gibt es wirklich 500 neue Arbeitsplätze oder werden sie nur von Basel nach Oensingen gezügelt?» Dähler rechnet, dass etwa ein Fünftel der Arbeitnehmer nicht mitziehen werde. «Andere stammen bereits aus der näheren Region hier.» Nicht festlegen wollte er sich auf eine Anzahl Lastwagenfahrten, die durch den Neubetrieb zu erwarten sind. Der Grossteil der Anwesenden freute sich über den Ausbau von Bell. Und über die anschliessend spendierte Grillbratwurst.