Rundwanderung

Liebliche Hügellandschaft lockt Wanderer in den Bucheggberg

Die Rundwanderung Bucheggberg bietet viel für das Auge. Zum Beispiel weidende Pferde und Schafe zwischen Himmel und Erde.bilder:

Die Rundwanderung Bucheggberg bietet viel für das Auge. Zum Beispiel weidende Pferde und Schafe zwischen Himmel und Erde.bilder:

Durch die liebliche Bucheggberger Hügellandschaft führt seit fünf Jahren eine einzigartige Rundwanderung von 12 Kilometern. Heute wird die Saison mit einer geführten Wanderung eröffnet.

Sie kredenzt ein Wandererlebnis der absoluten Sonderklasse: Die Buechibärger Rundwanderung vom Schloss Buchegg über das Mülitäli und die Hessigkofer Höhe nach Gächliwil und zurück über Aetigkofen und Mühledorf.

Gleich zu Beginn taucht die Route in das an Reiz kaum zu übertreffende Mülitäli ein. Eine friedliche Ruhe umströmt den Wanderer, untermalt von Kuhglockengebimmel, Vogelgezwitscher, vom leise rauschenden Bächlein, von kreisenden Milanen. Faszinierend wirkt der natürliche Lauf des Mülibachs, vielfach umgeben von Hecken mit Haseln, Weiss- und Schwarzdorn. Geheimnisvolle Höhlen, ein schiefes Holzbrückchen, ein Bachtunnel, ein Bienenhotel sowie seltener Winterschachtelhalm wecken Interesse. Unter der freistehenden Linde weisen der Mühlstein und die Mauerreste auf die 1393 erbaute und 1909 abgebrannte «Chruttmüli» der Grafen von Buchegg hin.

Die Wanderroute führt kreuz und quer durch den lieblichen, hügeligen Bucheggberg – durch Wald und Feld. Themenposten machen auf die verschiedenen Waldbilder aufmerksam. Der Wanderer durchstreift Hainsimsen-, Heidelbeer-, Waldmeister- und Bärlauch-Buchenwälder sowie Mischwälder mit Buchen, Tannen, Eichen. Dabei ist zu erfahren, dass die Buche – im Gegensatz zu den Menschen – ihr bestes Alter mit 100 Jahren erreicht. Neubepflanzungen erinnern an den Orkan «Lothar» im Jahr 1999. Würzig ist der Geruch der gestapelten Holzvorräte. Eine Augenweide sind die Feldwege, in deren Mitte der Löwenzahn in seinem satten Gelb leuchtet. In voller Blüte stehen die Obstplantagen. Die saftigen grünen Matten und die gelben Rapsfelder stehen in Konkurrenz mit den umgegrabenen braunen Äckern.

An vielen Standorten eröffnet sich eine prächtige Aussicht auf den Jura und das Mittelland gleichzeitig. Oft laden Ruhebänke zum Verweilen ein und zum Auffüllen der körpereigenen Kohlenhydratspeicher. Ein Augenschein hinunter in die 1890 stillgelegte Bocksteingrube ob Mühledorf lohnt sich. Der harte Sandstein diente früher für Mühlsteine, Ofenplatten und als Baumaterial. An der Hangkante ob Aetigkofen ist die Aussicht über die Weite des Limpachtals geradezu umwerfend. Sie erinnert mit den unterschiedlichen Feldern an einen Patchworkteppich. Ganz passabel lässt sich dort auf einem riesigen Holzxylofon «Alle meine Entchen» und «Fuchs, du hast die Gans gestohlen» spielen.

Heute um 9.30 Uhr eröffnen die Stiftung Schloss Buchegg, Pro Buechibärg und der Waldwirtschaftsverband Bucheggberg die Wandersaison beim Schloss Buchegg mit einer geführten Wanderung. Einige Lamas – als Trekkingführer können Kinder wie Erwachsene agieren – gehen mit auf die Tour. Für die ganze, vorbildlich beschilderte Rundwanderung von 12 Kilometern ist mit einer Wanderzeit von vier bis fünf Stunden zu rechnen. Verschiedene Querverbindungen ermöglichen, die Route abzukürzen.

Vor fünf Jahren wurde der Waldwanderweg mit einem Festakt eröffnet, und zwar aus Anlass des 50-Jahr-Jubiläums des Waldwirtschaftsverbands, der das Grossprojekt dank vielen Sponsoren realisieren konnte. Dieser verschenkte die Rundwanderung samt einem Fonds später der Stiftung Schloss Buchegg, welche sich um den Unterhalt kümmert. Verantwortlich dafür ist Ulrich Stebler mit seinen Helfern Toni Andres, Ernst Schaller sowie Vreni und Willy Stuber. Hilfsbereit zeigt sich für Unterhaltsarbeiten auch die Galliervereinigung Tscheppach. Sie griff im letzten Jahr der Stiftung bei der Sanierung der Wegbegrenzungen und Stiegen im Mülitäli unter die Arme.

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