Bis 1977 war im Gründli Bauschutt und Kehricht der Dörfer Nuglar und St. Pantaleon entsorgt worden. Noch heute zeugen Schutt und Wracks davon, obwohl die Deponie von Bäumen und Sträuchern überwachsen ist. Mit Unterstützung des Kantons Solothurn erarbeitete der Gemeinderat in den letzten zwei Jahren ein Projekt, das vorsah, die ungefährliche Altdeponie mit sauberem Aushubmaterial aufzufüllen und zu überdecken.

Die Region wäre zu einer Sauberaushubdeponie gekommen und gleichzeitig wäre ein Schandfleck beseitigt worden. Falls die Firma Surer AG den Auffüllbetrieb übernähme und gleichzeitig in ihrem Steinbruch Lusenberg ebenfalls sauberer Aushub deponieren könnte, wäre der Gemeinde in den nächsten Jahren total 4,2 Mio. Franken zugeflossen.

Angst vor Verkehrsaufkommen

Eine Überdeckung hätte die Altdeponie sicherer gemacht, wurde argumentiert. Auf dem Areal, das südlich von St.  Pantaleon und 100 Meter von der Hauptstrasse Büren–Liestal entfernt liegt, könnten 320 000 Kubikmeter Material gelagert werden. Allerdings müsste die Deponie mit einer Strasse für Lastwagen erschlossen werden. Pro Tag würde mit 11 bis 14 Zufahrten gerechnet. Präsident Hans Peter Schmid stellte an der Gemeindeversammlung den Antrag, das Gründli zur Verfügung zu stellen, dem Kanton Solothurn das Nutzungsplanverfahren zu übertragen und mit der Betreiberfirma Surer AG, vorbehältlich eines allfälligen Submissionsverfahrens, eine Nutzungsvereinbarung für die Deponie Gründli und den Steinbruch Lusenberg abzuschliessen.

Die Gegner des Projekts machten geltend, dass das Gründli ein ökologisches Juwel sei und dass man sich die Lebensqualität in den Dörfern nicht nehmen lasse. Es müsste Wald gerodet und starkes Verkehrsaufkommen von Lastwagen hingenommen werden. Misstraut wurde den Beteuerungen, dass die Altdeponie keine Giftstoffe enthalte und dass später nicht doch noch saniert werden müsse. «Wer kontrolliert das angelieferte Saubermaterial auf Schadstoffe», wollte eine Dame wissen.

Einige Bürger lobten anderseits den Gemeinderat für die gewaltige Vorarbeit und empfahlen, das Projekt zu genehmigen. Mit 57 Stimmen beschloss die Versammlung, eine geheime Abstimmung durchzuführen. Konsternation beim Gemeinderat und Jubel bei den Gegnern, als mit 125 Nein zu 124 Ja, mit einer Stimme mehr, das ganze Geschäft definitiv bachab geschickt wurde.