Recherswil
Lichterlöschen erhitzt die Gemüter in Recherswil

Licht an oder Licht aus? Diese an sich simple Frage birgt in Recherswil jede Menge Konfliktpotenzial. Während einem halben Jahr liess der Gemeinderat zwischen ein und fünf Uhr nachts die Strassenbeleuchtung testhalber abschalten.

Julian Perrenoud
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Die Strassenlaternen bleiben dunkel

Die Strassenlaternen bleiben dunkel

Rahel Meier

An der letzten Gemeindeversammlung im alten Jahr will Gemeindepräsident Hardy Jäggi die Gemütslage der Bevölkerung erkunden. Und die könnte unterschiedlicher nicht sein: Führen die einen Begriffe wie Lichtverschmutzung, Stromsparen und Vorbildfunktion ins Feld, kontern die anderen mit Kriminalitätszunahme, Strassensicherheit und schlechtem Kosten-/Nutzenverhältnis.

«Einladung für Einbrecher»

Obwohl Jäggi beruhigt, die Kantonspolizei habe während der Testphase punkto Sicherheit keine signifikanten Veränderungen festgestellt, beharrt Evelyne Lanz: «Ein dunkles Dorf ist eine Einladung für jeden Einbrecher.» Wenn, dann solle man erst einmal Weihnachtsbeleuchtung einsparen.

Andreas Anderegg dagegen fordert ein Umdenken: «Das Lichterlöschen in der Nacht tut nur ganz wenigen Leuten weh.»

Am Ende spricht sich die grosse Mehrheit für das Projekt aus, das auch 2013 noch heiss diskutiert werden dürfte.

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