«Ich führe den Betrieb mit den gleichen Mitarbeitern weiter und bediene die Kunden mit der gewohnt hochwertigen Qualitätsarbeit», sagt Michael Egger, der ab 1. Januar als neuer Inhaber die Elektro Zimmermann AG übernimmt. Als Schwerpunkte bezeichnet er Service und Unterhalt, Um- und Neubauten sowie Telefon-, EDV-, Multimedia- und Digitalstrom-Installationen.

«Ich freue mich, den Kunden dank der Möglichkeit der Elektrotechnik, Wünsche und Träume zu erfüllen», sagt der 32-Jährige. Unweit des Elektro-Geschäfts in Brügglen ist er aufgewachsen. Nicht verwunderlich, dass er sich schon als kleiner Bub für die Geschehnisse dieses Metiers interessierte und oft die Monteure auf Baustellen begleiten durfte.

Nach der Lehre in Utzenstorf zum Elektroinstallateur EFZ ist Michael Egger mittlerweile seit neun Jahren bei der Elektro Zimmermann AG beschäftigt. Im Oktober hat er erfolgreich die Meisterprüfung bestanden.

Ausbildung von vielen Lehrlingen

Glücklich über die Nachfolge sind Katharina und Hans Zimmermann, deren Ziel es war, eine Lösung für das Fortbestehen des Elektro-Geschäfts und des Verkaufsladens zu finden. «Ich habe den Schritt in die Selbstständigkeit nie bereut», blickt der Elektromonteur – so hiess die Berufsbezeichnung damals noch – 35 Jahre zurück. Zwar habe dies mehr Arbeit bedeutet, jedoch auch viel Freude und Spass.

In seinem Elternhaus hat Hans Zimmermann als Einmannbetrieb angefangen – teilweise unterstützt von seinem Vater – und 1986 realisierte er den Neubau sowie den Verkaufsladen, der bis anhin Katharina Zimmermann oblag. Schon zwei Jahre nach der Firmengründung wurde der erste Lehrling ausgebildet.

Seither fanden in diesem Bucheggberger KMU immer zwei junge Männer gleichzeitig eine Lehrstelle. Heute arbeiten drei Vollzeitangestellte im Betrieb mit, in der Hochkonjunktur waren es bis zu sieben. Dank der Grösse des Unternehmens habe es die Krisenjahre gut überstanden.

Starker Preisdruck

Vieles hat sich in all den Jahren verändert und Hans Zimmermann zählt auf: «Die Technik, der Büroapparat wegen verschärfter Vorschriften und die Kundschaft, die viel
wählerischer geworden ist.» Früher habe es nur die persönliche Beratung gegeben. Heute sei das Internet die Informationsquelle. «Trotz Hochkonjunktur im Sektor Neubau herrscht ein tiefes Preisniveau», ergänzt er.

Oft würden die Leute auch für kleinere Arbeiten mehrere Offerten einholen. «Aber hat man einmal seriös gearbeitet, klappt es meistens ohne Offerten», sagt der scheidende Chef zufrieden. «Wir dürfen auf eine jahrzehntelange, treue Kundschaft zurückblicken.»

Das Ehepaar Zimmermann freut sich, in Zukunft ihr Harley-Motorrad etwas mehr gebrauchen zu können, denn das Privatleben sei in all den Jahren etwas zu kurz gekommen.