Langenthal
Langenthaler Traditionsunternehmen fertigt Werbebanner für Schwingfest an

Die Calag, ein Langenthaler Traditionsunternehmen, beschriftet das gesamte Festgelände des eidgenössischen Schwingfests, dem sportlichen Grossanlasses in Burgdorf.

franz schaible
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Hans Oberli (l.), Leiter Beschriftung, und Calag-Chef und -Inhaber Kurt Späti begleiten die Montage der Banner an den Tribünen der Arena.Hansjörg sahli

Hans Oberli (l.), Leiter Beschriftung, und Calag-Chef und -Inhaber Kurt Späti begleiten die Montage der Banner an den Tribünen der Arena.Hansjörg sahli

Am Schwing- und Älplerfest in Burgdorf ist alles gigantisch: Das Areal, die Festzelte, die Schwing-Arena für 50 000 Zuschauer – und selbst die Werbebanner.

Sie «schmücken» den das gesamte Gelände umfassenden Zaun, die Aussenwände der sechs Tribünenseiten der Arena sowie zig Informationssäulen für die Besucherinnen und Besucher.

Als Bretterwand visualisiert, versehen mit den unzähligen Sponsorennamen, sind die Banner nicht zu übersehen. «Die Gesamtfläche aller Banner misst rund 15 000 Quadratmeter», sagt Hans Oberli.

Der Leiter Beschriftung bei der Oberaargauer Calag Carrosserie Langenthal AG gibt seinen Mitarbeitenden, die auf den mächtigen Tribünengerüsten «herumturnen», Anweisungen für die Montage. Er ist sichtlich stolz, diesen grössten Auftrag für die Beschriftungsabteilung der Calag ausführen zu dürfen.

Vor knapp drei Monaten startete die Calag mit der Produktion der Banner. Nach Vorgaben von zwei Werbebüros bedruckte Calag Tag und Nacht auf zwei grossen Sechsfarben-Druckmaschinen die Vinyl-Planen mit Netzstruktur, so genannte Mesh-Banner.

«Dank der Netzstruktur sind die Planen winddurchlässig, was bei diesen Flächen und exponierten Einsatzorten unabdingbar ist», erläutert Oberli. Seit dieser Woche ist die Calag-Equipe mit der Montage beschäftigt. Bis am 30. August muss alles fertig ein. «Das werden wir schaffen», sagt Oberli nicht ohne Stolz.

Einige Zahlen zeigen, wie gross das Auftragsvolumen ist. Die an den sechs Tribünen montierten Banner sind je rund 105 Meter lang und 5 Meter hoch, insgesamt also 630 Laufmeter.

Diese Sponsorenbänder druckte Calag in mehreren Stücken von je rund 20 Metern und hängt diese nun vor Ort zusammen. Die an den Absperrgittern angebrachten kleineren Werbebänder sind insgesamt rund 5 Kilometer lang.

Auch Kurt Späti, Inhaber und Geschäftsführer der Calag AG, ist stolz, diesen prestigeträchtigen Auftrag erhalten zu haben. «Umsatzmässig bringt dieser rund 250 000 Franken.»

Vor allem zähle aber die Herausforderung, einen Auftrag in dieser Grössenordnung erfolgreich bewältigen zu können.

Zudem könne die Calag damit auch nach Aussen als kompetenter Beschrifter auftreten. «Denn das Eidgenössische Schwingfest ist eine Top-Referenz», hält Späti fest. Man habe sich auch gegen mehrere Konkurrenten durchsetzen können.

Dass die Calag gleichzeitig «Kranzsponsor» ist, habe dabei keinen direkten Einfluss gehabt, versichert der Firmenchef. Das Engagement am Schwingfest sei vielmehr aus Anlass des 125-jährigen Bestehens der Firma Calag erfolgt.

«Unsere Tradition wollten wir mit einer anderen Tradition verbinden. Und da hat sich das Schwingfest geradezu anerboten.»

Er spricht von einem «normalen Wettbewerb». Es habe keine Vermischung von Sponsoring und Auftragsvergabe gegeben.

Natürlich habe aber die Partnerschaft Kontakte mit den Organisatoren des Schwingfestes ermöglicht. Um Kranzsponsor zu werden, muss ein Unternehmen laut Angaben auf der Homepage des Schwingfestes immerhin 50 000 bis 85 000 Franken auf den Tisch blättern.

Die 1888 als Wagnerei gegründete Calag beschäftigt heute in Langenthal 140 Angestellte. Das Unternehmen ist in den Bereichen Neuanfertigung, Reparatur, Service, Lackierung und eben Beschriftung tätig.