Tatsächlich hätten Gemeinden in einer vergleichbaren Grösse fast alle eine hauptamtliche Bauverwaltung, wie Gemeindepräsident Hans-Peter Berger aufzeigte. Das reicht von einem 50-Prozent-Pensum in Subingen bis zu 150 Prozent in Selzach. Es sei richtig, dass es Langendorf wenig Gesuche für Neubauten gebe. «Aber mit denen haben wir weniger Arbeit, als mit den Gesuchen für kleine Bauten», so Hansruedi Trachsel (Präsident Baukommission).

«Sind heute Friedensrichter»

In der heute dicht überbauten Gemeinde ergäben sich häufig Einsprachen und langwierige Verhandlungen bei kleinen Bauten. «Dabei werden wir oft zum Friedensrichter.» Daniel Hürlimann (Gemeinderat FDP und Mitglied Baukommission) bekräftigte dies. «Die vielen Einsprachenverhandlungen brauchen viel Zeit.»

Ein grob skizzierter Stellenbeschrieb und ein ebensolches Pflichtenheft seien bereits vorhanden und würden nun genauer gefasst. «Ich kann mir beispielsweise vorstellen, dass es Sinn macht, den Werkhof neu dem Bauverwalter zu unterstellen», so Berger

Auch sonst zeigte sich der Gemeinderat Langendorf in seiner dritten Sitzung in Serie in seltener Einstimmigkeit. So wurde das Unterstützungsgesuch des FC Lommiswil in der Höhe von 27000 Franken für die Instandstellung der Infrastruktur im Bereich der Garderoben ins Budget aufgenommen.

Jungen Politik näher bringen

Um den jungen Erwachsenen die Politik näher zu bringen, sollen künftig alle 18 bis 25-Jährigen mit dem easyvote-Abstimmungsbüchlein bedient werden. Ebenfalls genehmigt wurde der Antrag eine Arbeitsgruppe einzuberufen, die ein Kulturleitbild für Langendorf entwerfen und ein Pflichtenheft für die Kulturkommission erarbeiten soll.

Schliesslich wurde der bereinigte Voranschlag für das kommende Jahr verabschiedet. Dank des einmaligen Buchgewinns durch den Verkauf des Annexbaus des «Ischimatt» wird ein positives Ergebnis von 183500 Franken ausgewiesen. Investiert werden insgesamt 1,856 Mio. Franken. Der Selbstfinanzierungsgrad weist 100 Prozent auf.