Gemeinsame Studie
Langendorf beteiligt sich an Bellacher Studienauftrag

Welche Grundnutzung ist auf dem Trittibach-Areal sinnvoll? Langendorf beteiligt sich am Studienauftrag Bellach Ost der Einwohnergemeinde Bellach. Das hat der Gemeinderat am Montag einstimmig beschlossen.

Lea Reimann
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Das Areal Trittibachhof, das südlichste Gemeindegebiet von Langendorf, soll langfristig bebaut werden.

Das Areal Trittibachhof, das südlichste Gemeindegebiet von Langendorf, soll langfristig bebaut werden.

Urs Byland

Dieser Studienauftrag setzt sich somit über Gemeindegrenzen hinweg und umfasst nicht mehr bloss das Gebiet Bellach Ost (südlich der Bielstrasse, an Solothurn grenzend), sondern auch das Langendörfer Trittibach-Areal, welches unmittelbar nördlich der Bielstrasse liegt und ebenfalls an Solothurn grenzt.

Die im Juli vor einem Jahr beschlossene Entwicklungsstudie Trittibachhof, die der Langendörfer Gemeinderat in Auftrag gegeben hat, wird folglich vorzeitig beendet. Den entsprechenden Zwischenbericht hat der Gemeinderat genehmigt. «Es macht keinen Sinn, dass wir das Areal Trittibachhof allein und losgelöst von Bellach anschauen», betonte Gemeindepräsident Hans-Peter Berger. Eine gemeinsame Studie sei sinnvoll und werde zudem vom Kanton gewünscht. Sie soll zeigen, welche Nutzung auf diesem Areal Sinn ergäbe.

Im April dieses Jahres hat der Regierungsrat eine Neueinzonung von mehr als drei Hektaren Bauland im Gebiet Bellach Ost genehmigt. Da Trittibachhof und Bellach Ost aus raumplanerischer Sicht trotz der Gemeindegrenzen einen einheitlichen Raum bilden würden, konfrontierte das Amt für Raumplanung die Gemeinde Langendorf mit dem dringenden Ersuchen, sich am anstehenden Bellacher Studienauftrag zu beteiligen.

Delta-Areal steht im Vordergrund

Ein weiterer Grund für die Zusammenarbeit sind die neuen Erkenntnisse im Delta-Areal. Bereits Ende November 2013 ist bekannt geworden, dass die Eigentümerin des Delta-Areals eine nachhaltige etappenweise Neuentwicklung des Areals (2,6 Hektaren Industriezone) anstrebe. Da Industriebauten in der Region zur Genüge leer stünden, möchte man dort das Schwergewicht auf die Wohnnutzung legen.

Der Gemeinderat ist überzeugt, dass zusätzlicher Wohnraum im Delta-Areal wesentlich vorteilhafter sei, als im weitab vom Zentrum gelegenen Areal Trittibachhof. «Wir wollen uns deshalb in erster Linie auf das Delta-Areal konzentrieren», so Ratsmitglied Ivan Flury.

An die Gesamtkosten von 280 000 Franken für den Studienauftrag Bellach Ost leistet Bellach einen Anteil von 250 000 Franken. Dies entspricht den Kosten ohne Ausdehnung des Perimeters auf Langendorf. Den restlichen Betrag von 30 000 Franken teilen sich das Amt für Raumplanung und die Gemeinde Langendorf hälftig. Da vom ursprünglich für die Entwicklungsstudie Trittibachhof gesprochenen Kredit noch 8000 Franken vorhanden sind, bleiben lediglich 7000 Franken übrig.

Dafür wurde ein Nachtragskredit gesprochen. Gemeindepräsident Hans-Peter Berger (als Mitglied des Sachgremiums) und Ortsplaner Daniel Baeriswyl (als Experte ohne Stimmrecht) wurden als Gemeindevertreter ins Beurteilungsgremium delegiert.