Der doppelgleisige Bahnübergang zwischen Biberist und Lohn-Ammannsegg hat diverse Beobachter auf den Plan gerufen. Genauer die Inselstreifen, die dort vor und nach dem Bahnübergang in der Mitte der Bernstrasse überlang entstehen.

Stefan Niggli, Leiter Projektmanagement Kreis I beim Amt für Tiefbau und Verkehr, versteht die Fragen. «Man kann noch nicht alles sehen.» Geplant sind beidseitig der Gleise versetzte Halbschranken. Die Schranken liegen auf Biberister Seite 16 Meter und auf der anderen Seite 14 Meter auseinander. Die Verlockung sei da, dass ungeduldige Autofahrer durch die Lücke zwischen den versetzten Bahnschranken schlüpfen wollten, erklärt Niggli.

Deshalb wurden vor dem Bahnübergang Inseln gebaut, damit Autofahrer nicht die Fahrbahn wechseln und um die Schranken kurven können. «Die Inseln werden teilweise mit Pflöcken und Ketten versehen.» Diese sind demontierbar, wenn ein Schwertransport den Bahnübergang passieren muss. Ein weiterer Vorteil der Schrankanlage sei, dass die Barrieren weniger lang geschlossen bleiben müssen, sagt Fabienne Thommen, RBS-Pressesprecherin.

Verlängert wurden die Inseln, weil beidseitig des Überganges Kreuzungen vorgesehen sind. Die Rad- und Gehwege werden separat über den Bahnübergang geführt. Sie erhalten eigene Schranken. Auf der Lohner Seite haben die Radwegbenutzer zudem die Möglichkeit, den neuen Radweg Richtung Solothurn der Bahnlinie entlang zu nutzen.

Gleichzeitig mündet dort die Fiderholzstrasse in die Bernstrasse mit Verkehr zum nahen Bauernhof. «Die Insel wurde bis zu dieser Kreuzung verlängert, damit ein gefährliches Überholmanöver gleich nach dem Bahnübergang verunmöglicht wird. So sind Radfahrer, die auf den Radweg abbiegen, besser geschützt.»

Auch auf der Biberister Seite des Bahnüberganges ist eine Kreuzung für Radfahrer vorgesehen. Dort wurde ebenfalls der Inselstreifen in der Mitte der Fahrbahn verlängert, aber nicht im gleichen Ausmasse.

Der Ausbau auf zwei Geleise in Biberist bis Ende 2013 kostet total 26 Millionen Franken. Davon übernimmt der Bund 11,3 Millionen und der Kanton Bern 7,8 Millionen Franken. Der Kanton zahlt 1,9 Millionen und der RBS 5 Millionen Franken.