Antrag gutgeheissen
Kyburg-Buchegger bewirken Steuersenkung gegen den Willen des Gemeinderates

Mit 23 Befürwortungen und 15 Gegenstimmen hat die Gemeindeversammlung von Kyburg-Buchegg am Mittwoch beschlossen, den Steuerfuss von 130 auf 120 Prozent zu senken.

Lea Reimann
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Einfahrt zu Kyburg-Buchegg.

Einfahrt zu Kyburg-Buchegg.

AZ

Ohne grössere Diskussionen hat der Einwohner Robert Flückiger damit seinen Antrag durchgesetzt. Der Vorschlag des Gemeinderates, den Steuerfuss beizubehalten, wurde damit abgelehnt. «Eine Gemeinde gilt als finanziell gesund, wenn sie 60 Prozent der Steuereinnahmen als Vermögen hat», erklärte er. In Kyburg-Buchegg sei dies der Fall. «Wir sind von den Finanzen her die beste aller Fusionsgemeinden, und zwar nur, weil wir immer mehr Steuern bezahlt haben als andere.»

Gemeindepräsidentin Sabine Anderegg wehrte sich vehement gegen dieses Vorgehen. «Wir halten uns an den Fusionskodex, welcher besagt, dass im letzten Betriebsjahr die Steuern nicht gesenkt werden sollen», betonte sie. Man müsse eine gerade Linie fahren. Nur weil andere sich widersetzen, heisse das nicht, dass Kyburg-Buchegg dies auch tun soll, erwiderte sie einigen Stimmbürgern, welche auf andere Gemeinden hinwiesen, die ebenfalls Steuersenkungen vorgenommen haben.

Trotz der Steuersenkung wurde der angepasste Voranschlag mit grosser Mehrheit genehmigt. Der berechnete Ertragsüberschuss von 136 000 Franken trifft aufgrund der Steuersenkung aber nicht mehr zu. Da ein Steuerprozent rund 6000 Franken ausmache, wird die Laufende Rechnung sicher um 60 000 Franken schlechter ausfallen.