Jodlerfest
Kuno Tschumi: «Klänge und Bilder werden uns noch lange begleiten»

Am Sonntagmorgen stand am 29. Nordwestschweizerischen Jodlerfest der Jubiläumsakt an. Dabei wurde viel Gesang und viel Herzblut geboten.

Rahel Meier
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Festakt am Nordwestschweizerischen Jodlerfest in Derendingen
22 Bilder
Jeder Platz im Festzelt ist besetzt.
Ein Erinnerungsfoto
Urs Bloch zeigt seine Fahnenschwingerkünste
Ohne Jutzen geht es bei den Jodlern nie
Stepfan Schüpbach dirigiert das erste Stück des Gesamtchores
Frau Landammann Esther Gassler an vordester Front
Die Fahne aus Laufen wird gebracht
Festakt am Nordwestschweizerischen Jodlerfest in Derendingen
So viel Festen macht auch müde
Derendigens Gemeindepräsident Kuno Tschumi
Ueli Bucher war als OK-Präsident und Jodler im Jodlerchörchli Zuchwil unterwegs.
Ein Alphorn-Ständchen

Festakt am Nordwestschweizerischen Jodlerfest in Derendingen

Hanspeter Bärtschi

Ueli Bucher war nach mehr als zwei Tagen Jodlerfest zwar schon ein bisschen müde. Trotzdem freute er sich, dass er als Präsident des Organisationskomitees die Pflicht hatte, allen zu danken, die zum guten Gelingen des Festes beigetragen haben. «Es ist wirklich einfach ‹ärdeschöön›», meinte er denn auch. Man sei in Derendingen nicht nur willkommen, sondern hochwillkommen geheissen worden. Er rühmte die gegen 800 Helfer, die in allen möglichen Bereichen im Einsatz waren.

Gemeindepräsident Kuno Tschumi, der sich selbst keine Gelegenheit entgehen liess, um aktiv mitzujutzen, entschuldigte sich dafür, dass das Wasseramt am Samstagabend seinem Namen alle Ehre machte und es in Strömen regnete. Er zitierte zudem Nietzsche, der gesagt hatte «ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum». «Die Klänge und Bilder, die wir hier in den letzten Tagen gesehen und gehört haben, die werden uns noch lange begleiten», meinte er weiter.

Frau Landammann Esther Gassler hatte die Ehre die Festansprache zu halten. «Eigentlich sollte man nach so viel schöner Musik, die ans Herz geht, gar nichts mehr sagen», meinte sie. «Jodelgesang bewegt. Jodelgesang berührt.» Urchig sein, wie die Jodler, sei wieder in. Urchig sein sei ehrlich, kräftig und gesund. Im Jodeln stecke diese Kraft. «Obwohl sich die Jodler in Wettbewerben messen, sind die Jodlerfeste immer unverkrampft.» Es gebe hier keine billigen Effekte, sondern nur ehrliche Emotionen.

Während des Festaktes wurde viel gesungen, Alphornbläser umrahmten den Festakt. Zudem wurde die Fahne aus Laufen, wo das 28. Nordwestschweizerische Jodlerfest vor drei Jahren durchgeführt wurde, offiziell übergeben.