«Ein hervorragendes Ergebnis», so Roger Gerbers Worte. Er holte bei den Ersatzwahlen für den Gemeinderat die Gunst von 296 Kriegstettern. Mit 264 Stimmen ist der ebenfalls gewählte Thomas Affolter nicht weniger glücklich. «Dass ich trotz Rückzug der CVP über 200 Stimmen hatte, ist super», so Affolter, der unter dem eigens gegründeten Verein Culture Vereinigung Kriegstetten angetreten ist.

Butt Zahid (SP/Grüne) erhielt bloss 122 Stimmen und verpasste so den Einzug in den Gemeinderat.

«Im Finanzwesen sehe ich die grösste Baustelle. Beispielsweise sind Steuerausstände zu konsolidieren», sagt der Erstplatzierte, der in der Ressortverteilung gerne die Finanzen übernehmen würde. Andere Dorfprojekte müssen zudem angepackt werden. Gerber ist 34, verheiratet und arbeitet als Versicherungs- und Vorsorgeberater.

«Beziehung nicht vorbelastet»

Thomas Affolter würde mit seinem handwerklichen Berufshintergrund das Ressort Bau bevorzugen. Als grosses Projekt spricht er die Entwicklung neuer Tagesstrukturen an, bei denen er als Initiant mitwirkt.

Auch er ortet keine Spannungen in der künftigen Ratstätigkeit: «Die Beziehung unter den jetzigen Mitgliedern ist nicht vorbelastet, Die Sachgeschäfte stehen im Vordergrund.» Affolter ist 43-jährig, verheiratet und Vater dreier Kinder. Er arbeitet als Fachlehrer für Verkehrssicherheit beim Bund.

Der unterlegene Zahid Butt gratulierte den Siegern und sagte: «Es war die Rede, dass es ruhiger im Gemeinderat werden soll. Nun liegt es an ihnen, das Versprechen einzulösen. Unsere Fraktion wird es im Auge behalten.» Auch ohne Gemeinderat-Vertretung will man an der Dorfentwicklung konstruktiv mithelfen, so Butt.