Kriegstetten

Kriegstettens Gemeindepräsident tritt auf Ende Januar zurück

Peter Siegenthaler (FDP), abtretender Gemeindepräsident

Peter Siegenthaler (FDP), abtretender Gemeindepräsident

Mit einem Brief hat Peter Siegenthaler (FDP) seine Gemeinderatskolleginnen und -kollegen persönlich über seine Demission auf Ende Januar in Kenntnis gesetzt. Die Demission erfolge aus gesundheitlichen Gründen.

An der Gemeinderatssitzung ergänzte Siegenthaler, dass er auf den Ratschlag seines Arztes höre. SP-Gemeinderat Mario Kunz bedauerte die Demission: «Was in den letzten Jahren in Kriegstetten abgelaufen ist, war nicht toll. Peter Siegenthaler hat alles Mögliche unternommen, um die Gemeinde zu führen.» Einen Zusammenhang mit den negativen Vorkommnissen der letzten Zeit, erinnert sei an die abgebrochene Gemeindeversammlung im Dezember 2012, verneint der Gemeindepräsident. «Im Gegenteil reizen mich solche Dinge eher weiterzumachen», sagt Peter Siegenthaler. Er habe den Fehler gemacht, im Sommer trotz schwerer Krankheit nicht zu demissionieren.

Mit der Demission des Gemeindepräsidenten setzt sich in Kriegstetten die Reihe vorzeitiger Rücktritte fort. Peter Siegenthaler übernahm das Amt 2010 nachdem der in einer Kampfwahl erfolgreiche Hans Ernst (CVP) nach einem halben Jahr wegen fehlender Unterstützung vorzeitig demissionierte. Die Geschäfte des Gemeindepräsidenten übernimmt nun bis zum Ende der Legislatur der Vizegemeindepräsident Manfred Küng (SVP). Der Politiker also, der seinerzeit die Kampfwahl gegen Hans Ernst verlor. Manfred Küng erklärt: «Wer A sagt, muss auch B sagen.»

Manfred Küng (SVP) 2009, als er für das Gemeindepräsidium in Kriegstetten kandidierte

Manfred Küng (SVP) 2009, als er für das Gemeindepräsidium in Kriegstetten kandidierte

Er werde als Vizegemeindepräsident die Geschäfte übernehmen. «Das ist nichts Aussergewöhnliches. Es gilt einfach einige Gemeinderatssitzungen bis zum Ende der Legislatur zu leiten.» Er will aber auch, je nach Ausgang der Gemeindewahlen, wo er wieder als Gemeinderatskandidat antreten wird, sich eine Gemeindepräsidentenkandidatur überlegen. «Das ist nicht ausgeschlossen», so der SVP-Mann, «es würde wahrscheinlich nicht überall verstanden werden, wenn ich als einer der Dienstältesten im Gemeinderat mich zurücklehnen würde.»

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