Schnottwil
Kranke Bäuerin aus Schnottwil kämpft um IV

Anita Suter ist krank. Die 49-jährige Bäuerin aus Schnottwil kann nicht mehr arbeiten und bezieht seit drei Jahren IV. Ein Gutachten betrachtet sie als nicht mehr einsetzbar in ihrem alten Job. Die IV hat nun aber ein zweites Gutachten angefordert.

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Die Schnottwiler Bäuerin Anita Suter weint im «Blick»

Die Schnottwiler Bäuerin Anita Suter weint im «Blick»

AZ

Seit April bekommt Anita Suter kein Krankentaggeld mehr. «Ab Ende Monat können wird die Rechnungen nicht mehr bezahlen», sagt die Schnottwilerin im «Blick». Sogar die Tiere müssten verkauft werden.

Grund für die finanziellen Probleme ist Suters Krankheit. Vor drei Jahren wurde bei ihr Brustkrebs diagnostiziert. Den Job als Sachbearbeiterin in einem Pneugeschäft musste sie daraufhin aufgeben, dabei sei dieser ihr Traumjob gewesen.

50 Prozent arbeitsfähig

Doch mit dem Krebs nicht genug: Die 49-Jährige bekam Parkinson und musste sich Medikamente verschreiben lassen. Träge und müde wird sie dadurch. «Für mich ist es unmöglich, einer geregelten Arbeit nachzugehen», sagt die Bäuerin. Ihr Mann arbeitet für zwei. Doch das Geld reicht trotzdem nicht.

Ein Gutachten des Zentrums für Medizinische Begutachtung vom Februar 2012 belegt: Suter kann nicht mehr im Pneugeschäft arbeiten. In einer adaptiven Tätigkeit wird sie als 50 Prozent arbeitsfähig betrachtet. «Wir fiel ein Stein vom Herzen, als der Bescheid kam», sagt die Bäuerin.

Doch das letzte Wort in dieser Sache ist noch nicht gesprochen: Die IV-Solothurn, die das erste Gutachten in Auftrag gegeben hat, lässt Anita Suter nun nochmals medizinisch untersuchen. «Wenn ein Gutachten für uns nicht nachvollziehbar ist, kann es sein, dass wir ein Ergänzungsgutachten anfordern», erklärt Martin Gabl, Leiter der IV-Stelle Solothurn, im Boulevardblatt. (ldu)

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