Günsberg

Komplette Sanierung der Turnhalle kostet zusätzliche 6 Steuerprozente

Turnhalle in Günsberg

Turnhalle in Günsberg

An der ausserordentlichen Gemeindeversammlung von nächstem Montag entscheiden die Günsberger, wie die Turnhalle saniert wird. Der Gemeinderat legt ihnen zwei Varianten vor: minimal oder komplett.

Die letzte Gemeinderatssitzung in Günsberg vor der ausserordentlichen Gemeindeversammlung am nächsten Montag war kurz. Laut Gemeindepräsident Hansrudolf Reber sei man für die Gemeindeversammlung gut vorbereitet. Zusätzlich erhalte man Hilfe vom Kanton. Die Vorbereitung der Versammlung sei mit dem Kanton besprochen worden und ein Kantonsvertreter helfe bei allfällig auftretenden Problemen.

Der Hauptgegenstand der Versammlung ist das Budget 2012, das an der Budgetgemeindeversammlung im letzten Dezember zurückgewiesen wurde. Eine knappe Mehrheit stimmte gegen den Antrag des Gemeinderates, den umstrittenen Bühnenanbau bei der Turnhalle zu verschieben. Man wolle wissen, wie sich die Investitionskosten des umstrittenen Bühnenanbaus an die Turnhalle auf das Budget auswirken würde. Damit war auch das Budget infrage gestellt, weil eine Variante mit Bühnenanbau nicht gerechnet wurde.

Minimalvariante oder komplette Sanierung

Diesen Auftrag der Gemeindeversammlung hat der Gemeinderat nun ausgeführt. Der neue Voranschlag enthält die Investitionen mit der Minimalvariante (Dachsanierung der Turnhalle) sowie die Variante komplette Sanierung der Turnhalle inklusive Bühnenanbau. Der Gemeinderat bleibt aber bei seiner Meinung, in diesem Jahr auf den Bühnenanbau zu verzichten und schlägt der Gemeindeversammlung die Minimalvariante vor. Dies weil die Verschuldung der Gemeinde bereits 2700 Franken pro Einwohner beträgt. Auch mit der Minimalvariante an Investitionen beantragt der Gemeinderat eine Erhöhung des Steuersatzes um 3 Prozent, um die Verschuldung nicht weiter zu erhöhen. Die komplette Sanierung der Turnhalle inklusive Bühnenanbau erfordere eine zusätzliche Steuererhöhung um 6 Prozent. Insgesamt müsste der Steuersatz um 9 Prozent auf 122 Prozent erhöht werden.

An der Gemeindeversammlung werden die Günsbergerinnen und Günsberger über jede einzelne Investition separat diskutieren können. Dazu gehört die Erschliessung Kirchmatt, die der Grundstückbesitzer finanziert, und an deren Gesamtkosten die Gemeinde einen Perimeter-Beitrag (20 %) in der Höhe von 78 900 Franken leisten muss. Diese Investition ist in der Minimalvariante enthalten. Ebenso die Instandsetzung der Weingartenstrasse, die insgesamt Kosten von 477 000 Franken verursachen soll, wobei der reine Strassenbau knapp 200 000 Franken kosten wird.

Die Dachsanierung der Turnhalle ist mit 420 000 Franken veranschlagt. Sie sei zwingend und müsse aus Sicherheitsgründen noch in diesem Jahr realisiert werden. Die komplette Sanierung der Turnhalle inklusive des Bühnenanbaus, also die vom Gemeinderat nicht empfohlene Maximalvariante, verursacht Kosten von 1,28 Mio. Franken. Auch bei einer Erhöhung des Steuersatzes um 6 Prozent würde sich die Verschuldung der Gemeinde weiter erhöhen.

Die Gemeindeversammlung startet am nächsten Montag um 19.30 Uhr und findet im reformierten Kirchgemeindehaus statt.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1