Selzach

Kleines Defizit im Gemeindebudget

Prognostiziert wird in Selzach bis 2019 ein Aufwandüberschuss von jeweils rund einer Million Franken (Symbolbild).

Prognostiziert wird in Selzach bis 2019 ein Aufwandüberschuss von jeweils rund einer Million Franken (Symbolbild).

Der Steuerfuss wird nicht angetastet. «Kostenreduktion und zusätzliche Kosten halten sich die Waage», sagt Gemeindeschreiber Christoph Brotschi.

Das Budget der Einwohnergemeinde Selzach dürfte 2015 ausgeglichen sein. Der Gemeinderat hat am Donnerstag in der ersten Lesung des Voranschlags einen kleinen Aufwandüberschuss von 2100 Franken zur Kenntnis genommen. Dies bei einem Aufwand von über 19 Millionen Franken. Der Steuerfuss für natürliche Personen soll dabei auf 110 Prozent belassen werden, die Firmensteuer bleibt bei 113 Prozent.

Gestrichen wurde der Beitrag von 5000 Franken an den Schülerlotsendienst, neu hinzu kommt ein Beitrag an die Schulzahnpflege. «Kostenreduktion und zusätzliche Kosten halten sich die Waage», sagt Gemeindeschreiber Christoph Brotschi auf Anfrage. Noch nicht im Budget berücksichtigt sei die geplante personelle Aufstockung für den Werkhof.

Zur Kenntnis genommen hat der Gemeinderat ebenfalls den Finanzplan. Prognostiziert wird bis 2019 ein Aufwandüberschuss von jeweils rund einer Million Franken. Der neue Finanzverwalter Mario Caspar teilte mit, dass für das Budget 2015 bei den Wasser- und Abwasserpreisen kein Handlungsbedarf bestehe. Die Preise werden jedoch überprüft, wenn in der Gemeinde das neue Rechnungslegungsmodell HRM2 eingeführt wird.

Inva Mobil vorerst unterstützen

Die Gemeinde deckt weiterhin die Defizite für den Mittagstisch und die Kindertagesstätte Selzach. Für den Mittagstisch sind dies rund 30 000 Franken, für die Kita rund 224 000 Franken. Die Beiträge werden ins Budget 2015 aufgenommen.

Weiterhin beteiligen will sich die Gemeinde im Kampf gegen das Littering an der Aare und Emme. Mit dem entsprechenden Projekt der Repla Espace Solothurn habe man positive Erfahrungen gemacht, hiess es im Gemeinderat. Der Selzacher Beitrag von gut 1000 Franken für das nächste Jahr war entsprechend unbestritten.

Umstrittener war der Beitrag an das Inva Mobil. Der Fahrdienst chauffiert behinderte oder Menschen, die den öffentlichen Verkehr nicht oder nur erschwert nutzen können. Grundsätzlich sei das Angebot sinnvoll, findet man in Selzach. Allerdings müsse die Verhältnismässigkeit gewährleistet sein. Das heisst: Man wolle nicht 90 Rappen pro Einwohner an das Inva Mobil zahlen, wenn das Angebot im Dorf nur wenig genutzt werde. So hat der Rat beschlossen, die Vereinbarung mit Inva Mobil vorerst nur für das nächste Jahr abzuschliessen. Danach wolle man sich erneut damit befassen.(crs)

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