Lommiswil

Kinderzirkus Pittypalatty präsentiert sein neues Programm «Traumfabrik»

In seinem 13. Programm begibt sich der Kinderzirkus Pittypalatty auf die Suche nach Träumen. 35 Kinder und Jugendliche aus der Region präsentieren ein farbenfrohes Spektakel voller Turneinlagen und Musik.

Träumen ist schön - doch was, wenn die Träume verschwinden? Der Kinder- und Jugendzirkus Pitypalatty kann dabei helfen. In seinem 13. Programm begibt er sich auf die Suche nach Träumen. 35 Kinder und Jugendliche aus der Region, alle zwischen zehn und zwanzig Jahren, stellen nächstes Wochenende ihr Können unter Beweis.

In der Turnhalle Lommiswil herrscht emsiges Treiben. Die Kinder und Jugendlichen machen sich bereit für eine der letzten Durchlaufproben. Es herrscht gute Stimmung und alle sind mit Eifer dabei.

Hier werden noch ein paar Neuigkeiten ausgetauscht, dort werden Kostüme anprobiert und daneben stellt man Requisiten und Geräte bereit. Während in einer Hälfte der Turnhalle bereits Keulen und Diabolos durch die Luft fliegen, müssen die Luftakrobaten ihre Nummern erst vorbereiten: Die gewöhnlichen Turnhallenringe werden abmontiert, damit Tuch, Trapez und Vertikalseil befestigt werden können.

Kaum fällt der Sicherheitsriegel ins Schloss, klettert ein Mädchen bereits flink herauf, vollführt in schwindelerregender Höhe ein paar Kunststücke, schwebt kopfüber und lässt sich dann spektakulär heruntergleiten.

Auch nicht ungefährlich erscheint die Choreografie auf den Hocheinrädern, von denen längenmässig alle höher sind, als die zugehörigen Artistinnen und Artisten. Ganz zu schweigen von den Seiltanzartistinnen, die nicht nur sich selbst, sondern auch Flaschen und Tische über das Seil befördern.

Daneben proben Elena und Luana ihre Einsätze auf der mit Pressluft gefüllten Matte: Rad, Handstand, Salto vorwärts, rückwärts und dann die jüngeren Mädchen bei denselben Übungen unterstützen und Tipps geben.

«Wir sind wie eine kleine Familie», sagt Elena Westerhuis (16). Alle ihre Schwestern hätten auch schon im Zirkus mitgewirkt. Und Luana Furrer (15) fügt hinzu: «Hier haben wir die Freiheit, Dinge selber auszuprobieren. Wenn man will, lernt man sehr viel dazu!» Völlig locker auf einer grossen Kugel balancierend durchquert Thomas von Büren (13) die Halle. Er ist zum ersten Mal dabei, hat sich aber seit den ersten Proben im Oktober eine Menge Kunststücke angeeignet.

Vom Schlagzeuger zum Beleuchter

«Im Entwicklungsstadium der Kinder und Jugendlichen ist es wichtig, dass sie ihre Disziplinen und Interessen wechseln können, und trotzdem im selben Verein Mitglied bleiben dürfen», weiss Barbara von Arx.

Die meisten Teilnehmenden engagieren sich in zwei Disziplinen, können diese aber von Jahr zu Jahr wechseln. So ist etwa der Schlagzeuger ein ehemaliger Artist und der ehemalige Schlagzeuger hat den Job des Lichttechnikers übernommen. Keine Wettkämpfe zu absolvieren, sondern frei von Leistungsdruck trainieren zu können - auch das ist für viele ein Anreiz.

Eine Selektion gibt es nicht. «In der breiten Palette an Disziplinen finden alle ihren Platz», so Barbara von Arx. Ihr obliegt die künstlerische und pädagogische Hauptleitung. Sie führt die Regie dieses Jahr gemeinsam mit den jungen Männern Miron Rohde und Nicolas Seidlitz.

Nachdem sich alle aufgewärmt haben, startet die Durchlaufprobe. Eine der letzten vor den Aufführungen. Nun, in prächtigen Kostümen und begleitet vom Orchester, wirken die Artistinnen und Artisten nochmals eine Spur beeindruckender und dramatischer.

Die Orchesterklänge - hauptsächlich eigens für die Produktion geschriebene Stücke - untermalen die Nummern perfekt und die Clowns führen witzig durchs Programm, stets auf der Suche nach neuen Träumen.

Aufführungen: In der Dorfhalle Lommiswil am 24. Mai um 17 und 25. Mai um 11 Uhr. Im Zelt im Schanzengraben Solothurn am 22. August um 19, sowie am 23. August um 13 und um 18 Uhr.

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