Kurz vor zwölf Uhr hockt ein buntes Kindergrüppchen im Migros-Restaurant beieinander. Die Teilnehmer des Ferienpasses schlürfen an ihren frisch gepressten Fruchtsäften, vertilgen genüsslich Pommes, Pasta und zum Dessert offenfrische Muffins. Die Besichtigungstour des Ladendorfs hat, spätestens in der Jowa-Grossbäckerei der Migros beim Anblick und Duft der ofenfrischen Broten, alle hungrig gemacht. Übrig bleiben kugelrunde Bäuche und ein paar Essenskrümel sowie Erinnerungen an einen eindrücklichen Morgen.

Kreuz und quer durch die Migros

Treppe hoch und quer über das Dach der Migros führt der Hausdienstleiter Urs Hediger die Kinderschar in die Dachzentrale West, wo riesige Lüftungs-, Heiz- und Kälteanlagen stehen. Auch das Sicherheitssystem wird unter die Lupe genommen. «Wir schliessen die Türen morgens nicht von Hand auf, ebenso knipsen wir auch das Licht nicht an», erklärt Hediger seinen Zuhörern. «Die Schaltzentrale steuert das automatisch.» Mit dem Warenlift gehts hinunter in den Anlieferungs-Bereich.

Meterhoch stapeln sich allerlei Getränke und Esswaren. «Kurz vor dem Wochenende ist dieser Bereich proppenvoll», erklärt Marktleiter Hans Yamamori und betont, dass der Produktberg bereits am Montag wieder verschwunden ist. Rund zehn Camions laden täglich frische Waren aus und ein, ebenso rollen täglich Waggons mit Lieferungen aus Neuendorf daher. «Die Züge transportieren sämtliche Produkte, die man nicht essen kann», erzählt Yamamori.

Massenproduktion von Hand

Nicht minder beeindruckt sind die Kinder von der hauseigenen Bäckerei. Hunderte Brote stapeln sich auf den Blechen und überdimensionale Brotmaschinen kneten kiloschwere Teigmassen. Mamas Gefrierkühltruhe ist nichts im Vergleich zu den Tiefkühllagern der Migros. Nach ihrer Besichtigung bei minus 24 Grad heisst es fertig gebibbert und ran an die Arbeit. Die Kinder flechten mithilfe von Fachmann Yann Schütz Züpfen. Wie legt man die beiden Teig-Enden nun schon wieder richtig aufeinander? Wofür der Profi knapp zehn Sekunden braucht, damit hadern die Anfänger noch etwas länger.

Die elfjährige Julie staunt nicht schlecht, «wie difig die düe ‹züpfen›.» Es muss aber auch schnell gehen, schliesslich verlangen wir Konsumenten am Wochenende frischen Zopf. «Samstags werden gegen 1200 Stück produziert», beziffert Marktleiter Yamamori. Zu guter Letzt pflanzen die Kinder in der Migrosgärtnerei noch Lavendel-Stöckli in Töpfe ein. Ein Mitbringsel für alle Mamis und Papis.