Eine Steuersenkung auf 107 Prozent, beantragt von Peter Brügger (FDP), wurde mit 55 zu 31 Stimmen abgelehnt. Brügger legte dar, dass die Rechnungsergebnisse in den vergangenen Jahren durchschnittlich um 1,65 Millionen Franken besser ausgefallen waren als budgetiert. Die Gemeinde verfüge über ein stabiles Steuersubstrat, so dass der kleine, verantwortungsvolle Schritt zur Steuersenkung gewagt werden dürfe, so Brügger.

Die Mehrheit befürwortete allerdings den Antrag des Gemeinderates, welcher zur Vorsicht ermahnte. Dies vor allem, weil der ausserordentlich gute Voranschlag in erster Linie dem Verkauf des Musikschul-Annex-Baus zu verdanken sei. „Hätten wir diesen Buchgewinn des Liegenschaftsverkaufs von 1,28 Millionen Franken nicht, würde das Budget einen Aufwandüberschuss von fast 400 000 Franken verzeichnen", so Gemeindeverwalter Kurt Kohl. Mit diesen Mehreinnahmen sollen einerseits zusätzliche Abschreibungen getätigt werden, andererseits sollen aufgeschobene Investitionsprojekte realisiert werden.