Subingen
Kein Platz in Deitingen: René Strickler sucht weiter nach einem neuen Standort

René Strickler möchte mit seinem Raubtierpark in der Region bleiben und sucht aktiv nach möglichen Standorten. In Deitingen ist aber bereits klar, dass es nicht genügend Land für den grossen Park gibt.

Rahel Meier und Christoph Neuenschwander
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René Strickler mit zwei seiner Tiere.

René Strickler mit zwei seiner Tiere.

Hans Ulrich Mülchi

Noch bis Ende 2015 kann René Strickler mit seinen Raubtieren am jetzigen Standort bleiben. Die Zeit bis dahin wird immer kürzer. Anfang Juli wurde bekannt, dass die Idee, den Raubtierpark nach Grenchen zu zügeln, wieder aufgenommen wurde. «Das Verfahren dort ist am Laufen, es ist noch nichts entschieden. Das braucht halt alles Zeit», erklärt Strickler auf Anfrage.

Schon im Frühling hatte der Deitinger Gemeindepräsident Bruno Eberhard einen Brief von René Strickler erhalten, in dem er angefragt wurde, ob in Deitingen Platz für den Raubtierpark bestehe. «Wir möchten in der Region bleiben», so Strickler. Er habe auch weitere Gemeinden angefragt, ob es Platz für ihn und seine Tiere gebe, sagt Strickler dazu.

Ein Ausschuss aus Mitgliedern der Planungskommission, des Gemeinderats und der Baukommission, die sich mit der Ortsplanung Deitingens befasst, diskutierte kürzlich die Anfrage des Raubtierdompteurs. Dass es zum jetzigen Zeitpunkt kein Land für einen Raubtierpark im Dorf gebe, sei von vorneherein klar gewesen, erklärt Daniel Schreier (Vizegemeindepräsident und Ressortleiter Bau, Umwelt und Raumordnung). Aber die Ortsplanungskommission kam darüber hinaus zum Schluss, dass es auch künftig durch Umzonungen nicht genügend Raum ausserhalb der Wohnzone geben werde, um einen derartigen Park zu ermöglichen.

Negative Auswirkungen

René Strickler hält seine 85 Tiere momentan auf einem rund 10 000 Quadratmeter grossen Areal in Subingen. Bis Ende 2015 muss er das Grundstück, das der Espace Real Estate Holding AG gehört, räumen, weil er das Gelände nur gemietet hat und das Gericht keine weitere Mieterstreckung bewilligte (wir berichteten).

Die Zeitungsschlagzeilen wegen der Kündigung hätten ihm geschadet, erklärt Strickler. «Es gab doch einige Verwirrung. Viele meinen, wir seien bereits weg.» Das sei aber nicht so. Im Gegenteil. Strickler erklärt, dass er weiterhin in Subingen investiere. «Es soll alles noch schöner und noch grösser werden. Ich tue das für die Tiere. Diese sollen die Situation nicht ausbaden müssen.»

An einem guten Sonntag habe er Besucher aus der ganzen Schweiz und sogar aus dem nahen Ausland, meint er stolz. Viele der Besucher würden die Anlage rühmen. «Die meisten finden es schade, dass wir hier weg müssen.»

Momentan sei er dabei, sich wieder auf die diversen Jahresschlussvorstellungen vorzubereiten.