Schnottwil

Kantonsstrasse wird von gefährlichen Bäumen befreit

Der Ernter rechts entastet den gefällten Stamm und schneidet diesen auf die nötige Länge. Die Maschine links besorgt den Abtransport.

Der Ernter rechts entastet den gefällten Stamm und schneidet diesen auf die nötige Länge. Die Maschine links besorgt den Abtransport.

Zwischen Schnottwil und Büren ist derzeit entlang der langen Kantonsstrasse eine Sicherheitsholzerei im Gange. Auf zirka 30 Meter fällt der Fortsbetrieb Bucheggberg links und rechts der Strasse einige ausgewählte Bäume.

Es sieht aus, als wäre ein Tornado durch den Wald gefegt und hätte eine Schneise der Zerstörung hinterlassen. Die Schneise ist aber die Kantonsstrasse zwischen Schnottwil und Büren. Und die darauf liegenden Blätter, Zweige, Äste und Stämme sind das Werk der Forstarbeiter.

Gleich vier Forstmaschinen sind auf der langen Geraden im Einsatz. Zwei auf der bernischen Seite, betrieben vom Forstbetrieb Büren, zwei auf Solothurner Gebiet, angemietet und betrieben vom Forstbetrieb Bucheggberg, in dem 16 Bürgergemeinden und Gemeinden vereint sind. Die eigene Forstmaschine ist andernorts in Betrieb, wie Vorarbeiter Samuel Storchenegger berichtet.

Der Vollernter werde für Baumdicken zwischen 20 und 60 Zentimeter Durchmesser eingesetzt, erklärt im Büro in Aetigkofen Forstbetriebsleiter Mark Hunninghaus. Bereits ab 40 Zentimeter würden die Bäume in der Regel von Hand vorgefällt. «Der Vollernter könnte schon benutzt werden, aber es ist nicht mehr die Genauigkeit da, die man will, und die Effizienz, die es braucht. Wir haben eigentlich immer einen Vorfäller mit dabei.»

Per Funk ist Samuel Storchenegger mit den Kollegen auf den Maschinen verbunden. Er geht voraus und fällt die dickeren Bäume von Hand, sprich mit der Motorsäge. Dann benachrichtigt er seine Kollegen. Ein Vollernter greift sich den Baum. Ruckzuck ist der Stamm entastet, auf 4,1 Meter Länge geschnitten und die Äste zurechtgelegt. Die zweite Maschine, der Forwarder, besorgt den Abtransport. «Die Maschine ist nur so gut wie der Mann, der sie bedient», so Storchenegger.

Gefährliche Bäume

Drei Tage haben die Mitarbeiter des Forstbetriebes Zeit für die sogenannte Sicherheitsholzerei auf der Bürenstrasse. Auf Baumlänge, das sind zirka 30 Meter, werden links und rechts der Strasse die Bäume gefällt, welche zuvor bestimmt wurden. Zusammen mit Kreisförster Ulrich Stebler werden die Waldränder entlang der Kantonsstrasse abgeschritten, die Bäume auf ihr Gefahrenpotenzial überprüft und die zu fällenden bestimmt.

Der Forstbetrieb Bucheggberg bewältigt seine Aufgaben mit 340 Stellenprozenten (ohne Lehrlinge). Die Sicherheitsholzfällerei läuft neben den eigentlichen Aufgaben. Die Kantonsstrassen müssen von gefährlichen Bäumen befreit werden, lautet der Auftrag, der vom Kanton mit Beiträgen je hälftig vom Amt für Verkehr und vom Amt für Wald abgegolten wird. Die Beiträge werden pro geerntete Kubikmeter ausbezahlt. «In der Regel ist entlang von Strassen der Aufwand bei der Holzernte grösser, als normal. Dies wird mit den kantonalen Beiträgen kompensiert», erklärt Mark Hunninghaus. So müsse die Strasse gesperrt werden.

Die Sicherungsmassnahmen sind höher als bei einem Schlag im Wald, auch weil die Bäume beim Aufprall den Teerbelag schädigen können. Mitentscheidend für die Höhe der Beiträge ist das Gefälle des Geländes entlang der Strasse.

Reich wird der Forstbetrieb mit den Beiträgen für die Sicherheitsholzerei nicht. «Die Zeit war reif, die Kantonsstrassen im Bucheggberg zu sichern. An der Bürenstrasse haben wir einen der letzten Ersteingriffe im Bereich Sicherheitsholzerei.» Das Programm läuft seit fünf Jahren. Hunninghaus hofft auf eine Weiterführung.

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