Begleitet wird der Chor von einem Instrumentalensemble bestehend aus Schülerinnen und Lehrpersonen. Die fünf solistischen Rollen verkörpern ebenfalls Jugendliche.

Die Musik basiert auf Andrew Lloyd Webbers Musical «Jesus Christ Superstar». «Diese Songs haben mich nie mehr losgelassen», beschreibt Mathias Rickenbacher, Gesamtleiter des Chorprojekts, seine erste Begegnung mit dem Musicalfilm «Jesus Christ Superstar».

Aus seiner ursprünglichen Idee, mit diesen Melodien ein Konzert zu geben, ist mittlerweile das ansehnliche Chorprojekt «The Passion of Christ» gewachsen. Einen Sommer lang hat Rickenbacher die Musik für Chor und Band komplett neu arrangiert und dem Konzept angepasst. «Für mich ist das Ganze eine Riesenherausforderung», gesteht er.

Geschichte aus der Sicht von Judas

«Die Schülerinnen und Schüler haben wir von der Musik her abgeholt», erzählt Mathias Rickenbacher. «Die Songs sind speziell und faszinierend», sagt denn auch Zuenphai Nghiem aus Subingen, der im Chor mitsingt. Er zeigt sich begeistert von der Idee, nicht einfach nur zu singen, sondern das Ganze auch szenisch zu gestalten.

Mathias Rickenbacher äussert sich überzeugt: «Das Projekt bietet aber auch Gelegenheit, die Passionsgeschichte auf eine spezielle Art herüberzubringen.» Diese beinhaltet die letzten sieben Tage im Leben Jesu Christi aus der Sicht seines Jüngers Judas. Die Bibeltexte, die der Schauspieler Pit Arne Pietz spricht, bilden eine Brücke zu den Songs.

Fast ein Amphitheater

Aufmerksam aufs Konzept wurde auch Oskar Fluri, seine Tochter Lilith nämlich verkörpert «Maria». Den Platzverhältnissen in der Kirche entsprechend kreierte er eine stufenweise ansteigende Bühnenlandschaft mit Sappi-Paletten. Stimmungsvolle Lichtspiele untermauern die einzelnen Songs. Mit den Schülern hat Oskar Fluri auch die Kostüme für die Hauptdarsteller – Jesus, Maria, Judas, Pilatus und Kaiaphas – besprochen und anschliessend aufgezeichnet. Der Chor ist schlicht und tendenziell dunkel gekleidet.

Für die Choreinstudierung ist Anna-Katharina Inäbnit verantwortlich und für die Band Sven Ryf. «Genugtuung für mich wird sein, wenn das ganze Projekt positiv fruchtet und dadurch junge Leute für neue Projekte gewonnen werden können», sagt Mathias Rickenbacher.