Anne Roth ist in Büsserach aufgewachsen, wohnt mit ihrem Partner Heinz aber im Kanton Zürich. Letztes Jahr schon starteten die beiden Kunstinteressierten ihr eigenes Projekt zur Förderung junger Kunst. Eine Art «Start-up» für «Newcomer» soll es sein. «Das hat gut funktioniert und den beteiligten Kunstschaffenden und uns viel Freude bereitet», erklärt Anne Roth.

Im Laufe der vergangenen Monate hat sich ihre «Stiftung Hummenberg», welche zum Zwecke der Förderung herausragender junger Kunstschaffender gegründet wurde und welcher als Dritter im Bunde Kurt Huber angehört, nach neuen Künstlerinnen und Künstlern umgesehen, um in Büsserach, an der Oberdorfstrasse 24, eine weitere neue Ausstellung auf die Beine zu stellen.

Den drei Kunstfördernden ist es jetzt gelungen, eine vielschichtige und bunte Präsentation von Talenten, die zum Teil noch in künstlerischer Ausbildung oder kurz vor dem Abschluss ihres Kunststudiums stehen, zu organisieren. Die «art des hauses» – so der Name dieser etwas anderen Galerie – zeigt nebst der bildenden Kunst auch andere Kunstrichtungen. Schriftstellerin Simone Lappert («Wurfschatten») beispielsweise hat an der Vernissage vom Freitag eine spezielle Einführung in die diesjährige Ausstellung von «art des hauses» gegeben. Maeva Rosset – sie war schon letztes Jahr als Performerin dabei – wartete ebenfalls mit einem speziellen, vergänglichen Kunstprojekt auf.

Vielfältige Künstler

Im Zentrum aber stehen die zehn übrigen Künstler. Flurina Badel und Jérémie Sarbach zeigen zwei Werke im Bereich Skulptur und Video. Fabian Matz bespielt einen Raum unter dem Thema «homme/femme». Die Steinbildhauerin Linda Wunderlin beeindruckt mit filigranen Objekten in Kalkstein, Polyethylen und Silikon. Moritz Jäger präsentiert sich mit vier Ölbildern zum Thema «Lebensziele». «Die Nische», eine Video-Installation von Kathrin Zurschmitten, dürfte die Blicke der Besucher auf sich ziehen. Nadia Bader zeigt sich als begnadete Comic-Zeichnerin. Tyrone Richards hat sich mit der Darstellung von religiösen Gruppierungen befasst und zeigt seine Bildserie in Aquarell auf Papier und Holz. Als spannender Kontrast wirken die grossformatigen Zeichnungen in schwarzer Ölkreide von Karin Wiesendanger. Sandra Seb schliesslich befasst sich in verschiedenen Techniken mit den menschlichen Gefühlen und der Körpersprache.