Oberdorf
Jugendlicher Leichtsinn hat zum Brand in der Werkstatt des Tüftlers geführt

Ermittlungen der Kantonspolizei haben ergeben, dass die ehemalige Werkstatt von Linus Adam niedergebrannt ist, weil zwei Knaben in der Hütte mit Feuer gespielt haben. Danach haben sie diese verlassen, ohne alle Gluten komplett zu löschen.

Drucken
Teilen
Flammenmeer in Oberdorf
8 Bilder
Die Feuerwehr Oberdorf bekämpft den Vollbrand der Baracke.
Der starke Wind barg Risiken
Der Schaden an der vollständig abgebrannten Werkstatt dürfte einige 10‘000 Franken betragen.
Unheimlicher Anblick
Brand in Oberdorf: Die Baracke des ehemaligen Dorforiginals ist ausgebrannt

Flammenmeer in Oberdorf

Leserfoto: Christoph Ammann

Während 50 Jahren hatte der Oberdorfer Tüftler Linus Adam unter primitivsten Verhältnissen einer kleinen Hütte gelebt und gearbeitet. In den rund 20 Jahren, die seit dem Tod des Tüftlers vergangen sind, stand diese leer.

Bis sie in der Nacht auf Donnerstag, 22. Mai 2014, niedergebrannt ist. Die Ermittlungen der Solothurner Kantonspolizei haben in der Zwischenzeit ergeben, dass zwei Jugendliche für den Brand verantwortlich sind.

In dieser Hütte hat Linus Adam 40 Jahre lang gelebt und gearbeitet.
13 Bilder
Elsbeth Adam hat viele Jahre neben dem Tüftler gewohnt, seine Wäsche gewaschen und manchmal für ihn gekocht.
Elsbeth Adam stöbert gemeinsam mit ihrem Sohn und ihrer Enkeltochter in alten Fotobüchern.
Eines der Fotos, die es von Linus Adam heute noch gibt.
Nach dem Brand wird die Hütte nun abgerissen.
Die Brandursache ist jedoch noch nicht geklärt.
Vom Dach der Hütte ist nicht viel übrig geblieben.
Einige Überreste des Daches liegen auf dem Boden vor der Hütte.
Auch im Innern der Hütte bietet sich ein Bild der Zerstörung.
In diesem Raum hat Linus Adam gearbeitet.
Brand zerstörte die Hütte vom Oberdörfer Tüftler Linus Adam
Neben der Tür findet sich eine Gedenktafel für Linus Adam.
Der Briefkasten ist seit 20 Jahren ungenutzt.

In dieser Hütte hat Linus Adam 40 Jahre lang gelebt und gearbeitet.

Joshua Villing

Die beiden 12-jährigen Knaben hätten gemäss Polizei in der vorwiegend aus Holz gebauten Werkstatt brennbares Material angezündet und wieder gelöscht.

Die beiden Knaben seien schliesslich in der irrtümlichen Annahme, alle Gluten gelöscht zu haben, gegangen. Durch Luftzufuhr habe sich die Glut in den noch vorhandenen Glutnestern jedoch wieder entzündet. Das Feuer habe schliesslich auf die Holzkonstruktion übergegriffen und in der Folge zum Vollbrand geführt.

Die beiden Knaben werden sich bei der Jugendanwaltschaft zu verantworten haben. (jvi)

Aktuelle Nachrichten