Der Regierungsrat hat Sie als Sachwalter in Horriwil eingesetzt und entlässt Sie jetzt auch wieder. Haben Sie, wenn Sie zurücklicken, eher ein weinendes oder ein lachendes Auge?

Max Wittwer: Das wichtigste Ziel meines Einsatzes war, dass die Einwohnergemeinde Horriwil möglichst rasch wieder über funktionierende Behörden – sprich einen Gemeinderat und ein

Gemeindepräsidium verfügt. Dieses Ziel wurde – und das ist das «lachende» Auge – innerhalb von drei Monaten erreicht. Ein «weinendes» Auge gibt es eigentlich nicht, ausser vielleicht der Tatsache, dass der Umgang mit allen Horriwilerinnen und Horriwilern, die ich während meiner Tätigkeit als Sachwalter treffen durfte, sehr angenehm und interessant war. Mein besonderer Dank gehört zudem den beiden Verwaltungsangestellten, auf deren kompetente Hilfe ich während der ganzen Zeit uneingeschränkt zählen durfte.

Was war das Interessanteste an der Tätigkeit als Sachwalter?

Sich in eine Gemeinde mit ihren komplexen Strukturen hineinzudenken und zusammen mit der Bevölkerung, die sich im vorliegenden Fall stark engagiert hat, nach konstruktiven Lösungen zu suchen.

Was nehmen Sie aus diesen vier Monaten mit für sich?

Dass es selbst aus scheinbar «verfahrenen» Situationen heraus in der Regel einen Ausweg gibt; man muss ihn nur finden.

Würden Sie das Amt nochmals antreten, wenn Sie der Regierungsrat erneut damit beauftragen würde?

Ja, ohne irgendwelche Einschränkung.

Sie mussten im Sommer auf Ferien verzichten. Wohin geht es jetzt zur Erholung?

Auch während der Sachwalterschaft war es möglich, während zweier verlängerter Wochenenden ein paar Freitage zu geniessen. Eine zusätzliche Erholung ist deshalb nicht notwendig.