Durch Ermittlungen konnte die Polizei die Einleitungsstelle sowie den Verursacher ausfindig machen, wie die Kantonspolizei Solothurn am Mittwoch mitteilt. Dabei handelt es sich um einen landwirtschaftlichen Betrieb. Gemäss den Ermittlungen räumte und säuberte dort ein Landwirt am 14. Mai 2012 einen Lagerraum.

Laut seinen Aussagen ist dabei eine bereits ältere Plastikflasche mit einer unbekannten Substanz umgefallen. Der Inhalt ist in einen Schacht geflossen, dessen Ableitung in den Mülibach führt. Erste Analysen durch die kantonalen Stellen weisen auf ein Mittel zur Unkrautbekämpfung (Bodenherbizid) hin.

Die Kantonspolizei wird gegen den betreffenden Landwirt Anzeige einreichen.

Vermutung hat sich als wahr erwiesen

Einen Tag nach dem Vorfall wurden im Mülibach bei Mühledorf auf einer Länge von mehreren Kilometern unzählige tote Fische gefunden (wir berichteten). Die Kantonspolizei, das Amt für Umwelt sowie das Amt für Wald, Jagd und Fischerei hatten umgehend eine Untersuchung eingeleitet, um die Ursache der Gewässerverschmutzung herauszufinden.

Im Mittelpunkt stand dabei schon damals eine für Fische giftige Substanz, die in den Bach gelangt sein könnte. Diese Vermutung hat sich bestätigt. (ldu)