Die Zweifel am auffälligen Abstimmungsresultat aus der Leimentaler Gemeinde Witterswil zum Verfassungsartikel über die Fortpflanzungsmedizin (Präimplantationsdiagnostik, PID) waren berechtigt: Wie die Staatskanzlei Solothurn am Montagabend bestätigte, waren im provisorischen Resultat die Ja- und die Nein-Stimmen vertauscht.

Das Versehen gehe auf ein Missverständnis bei der Resultatübermittlung innerhalb des Gemeinde-Wahlbüros zurück, teilte Staatsschreiber-Stellvertreterin Pascale von Roll auf Anfrage mit.

Nach der offiziell mitgeteilten Korrektur hat die Gemeinde Witterswil die PID-Vorlage mit 391 Ja gegen 133 Nein angenommen. Der Ja-Anteil von 73,7 Prozent ist der dritthöchste aller 109 Gemeinden des ganzen Kantons, hinter Kammersrohr und Balm bei Günsberg. Mit dieser deutlichen Annahme des Verfassungsartikels befinden sich die Witterswilerinnen und Witterswiler in Übereinstimmung mit ihren Nachbargemeinden im Leimental.

Durch das geänderte Resultat aus Witterswil verändern sich die Gesamtzahlen der PID-Vorlage für den Bezirk Dorneck und den Gesamtkanton leicht. Das Resultat für Dorneck lautet nun 3882 Ja gegen 2878 Nein (57,4 Prozent Ja). Das Resultat des Kanton Solothurn lautet 39 285 Ja gegen 31 889 Nein (55,2 Prozent Ja). (cva)