Da der neugestaltete Finanzausgleich am 30. November 2014 mit ausdrücklichem Mehr angenommen wurde, kann die Gemeinde Etziken gemäss dem Voranschlag 2015 mit einem Gesamtumsatz von 3‘845‘000 Franken rechnen. Sie budgetiert damit einen Ertragsüberschuss von 47‘000 Franken. Eine Votantin stellt den Antrag auf Nichteintreten des Voranschlages. Sie befürchtet, dass auch mit dem genehmigten Finanzausgleich eine erneute Steuererhöhung nicht garantiert ausgeschlossen werden kann, «das Budget soll gestrählt werden».

Verschiedene Vorschläge für Einsparungen werden von den Bürgern eingebracht und vom Gemeinderat zur Prüfung für den Voranschlag 2016 entgegengenommen. Da rund 2‘000‘000 Franken durch kantonale oder regionale Zusammenarbeit vorgegeben sind, können kaum Anpassungen vorgenommen werden. «Die meisten Posten wurden übernommen», so Peter Felder, Finanzverwalter. Gemeindepräsident Bruno Meyer betont: «Wir haben nur Investitionen aufgenommen, die wir müssen und wobei dringender Handlungsbedarf besteht.»

Alle Posten, die man streichen konnte, habe man gestrichen. Dank der letztjährigen Anpassung des Steuerfusses von 130 Prozent (ohne Gegenstimme erneut angenommen) konnte der Voranschlag ausgeglichen gestaltet werden. Die Ausgaben für Bildung und Sozialwesen haben sich stabilisiert. «Die Investitionsrechnung beschäftigt uns heuer am meisten», gesteht Meyer. Mit 19 zu 2 Stimmen und 4 Enthaltungen wird der Antrag der Votantin abgelehnt. Der gesamte Voranschlag 2015 wird anschliessend mit 23 Ja und 2 Nein Stimmen angenommen.

Drei Kredite genehmigt

Die Nettoinvestitionen belaufen sich auf 297‘000 Franken. Die 25 Stimmbürger können über drei Kredite abstimmen. Die Sanierung der Luzernstrasse Ost ist vom Kanton für das Jahr 2016 vorgesehen und beinhaltet zwei grössere Bauprojekte. Einerseits muss im Bereich Weiherrank die Kanalisation ersetzt und erweitert werden. «Das muss vorgängig gemacht werden», erklärt Meyer. Der Kostenvoranschlag von 200‘000 Franken wird einstimmig genehmigt.

Andererseits soll auf der ganzen Strecke vom Restaurant Schütz bis zur Dorfausfahrt Richtung Aeschi vom Zweckverband Wasserversorgung die Hauptleitung ersetzt werden. Die Kostenschätzung des Gemeindebeitrags von 30‘000 Franken wird ebenfalls einstimmig verabschiedet. Ferner muss für die erste Etappe des Flurwegprojekts, das heisst die Sanierung des Schulwegs Richtung Aeschi, das Teilstück der Oberdorfstrasse bis zur Bauzonengrenze erneuert werden. Auch diese Schätzung von 30‘000 Franken wird mit 22 Ja zu 3 Nein-Stimmen angenommen.

Transparenz bei der SPITEX

Die bestehende Leistungsvereinbarung mit der SPITEX Wasseramt wurde überarbeitet. «Neu sind die Posten, die bezogen werden, einzeln aufgeführt», erklärt Meyer. Der Kostenumfang bleibt im selben Rahmen, kann aber besser nachvollzogen werden. Leider könne noch keine fixe Pauschale über mehrere Jahre berechnet werden, bedauert Meyer. Die Leistungsvereinbarung wird ohne Gegenstimme verabschiedet.